Trier
WhatsApp-Nachrichten der Antike: Uni digitalisiert Papyri
Die Texte auf Papyrus sind Jahrhunderte alt. Dennoch bieten sie Forschern immer noch neue Erkenntnisse. Anhand hochauflösender Scans werden in einem Trierer Projekt bisher unbekannte Dinge sichtbar.
Der Papyrologie-Junior-Professor Patrick Reinard blickt am Computer auf digitale Scans von Papyrus-Texten Foto: dpa/Birgit Reichert
Die Papyrus-Sammlung der Universität Trier umfasst rund 1.000 Objekte – und reicht von kleinsten Fragmenten bis zu großen Rollen. Um sie noch besser erforschen zu können, werden die antiken Stücke derzeit in einem Projekt bis 2024 aufwendig digitalisiert. Zum Einsatz kommen Hyperspektralkameras, die extrem hochauflösende Scans liefern. „Man kann dann für die Entzifferung bis auf Faserntiefe ranzoomen am PC“, sagte Papyrologie-Junior-Professor Patrick Reinard der Deutschen Presse-Agentur. „Mitunter wird durch diese Scans auch Tinte sichtbar, die sonst mit dem bloßen Auge oder mit der Lupe nicht zu erkennen war. Das ist ein riesiger Mehrwert.“