Caritas

Mitarbeiter unterzeichnen HUT-Verträge unter Druck – OGBL kritisiert Zustände

Einen Tag bevor „Hëllef um Terrain“ (HUT) die Aufgabe der sich in Auflösung befindenden Caritas übernimmt, sind deren Mitarbeiter aufgerufen, ihre neuen Arbeitsverträge zu unterschreiben. Sofort entbrennt eine hitzige Diskussion über deren Form und Inhalt – und den Druck, zu unterzeichnen.

Am Sitz der Caritas in der rue Michel Welter sollen die Mitarbeiter am Montag ihre neuen Verträge mit HUT unterschreiben

Am Sitz der Caritas in der rue Michel Welter sollen die Mitarbeiter am Montag ihre neuen Verträge mit HUT unterschreiben Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Boris Westemeier ist erleichtert. Am Montagmittag sitzt er in einem Café im Bahnhofsviertel, wenige Gehminuten vom Sitz seines Arbeitgebers, der Caritas, entfernt. Wobei man genauer sagen müsste: Noch-Arbeitgeber. Westemeiers Vertrag mit der NGO läuft noch genau einen Tag. Morgen wird er bei „Hëllef um Terrain“ (HUT) anfangen. „Wir hatten schwierige zwei Wochen“, sagt Westemeier. Die vergangenen drei Monate seien stressig gewesen für jeden Angestellten der Caritas. Bis zuletzt habe Ungewissheit geherrscht unter den Mitarbeitern der NGO. Wer darf seinen Job weitermachen? Wer wird unter welchen Bedingungen von der Nachfolgestruktur HUT übernommen? Am Dienstag wird HUT die Arbeit der scheidenden luxemburgischen Caritas übernehmen. Und einen Teil ihrer Mitarbeiter. Aus diesem Grund hat die neue Entität mehr als 300 Mitarbeiter am Montag eingeladen, ihre neuen Arbeitsverträge zu unterschreiben. Verträge, die seit Tagen im Zentrum einer hitzigen Debatte im Sozialsektor stehen.

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