Analyse zum Wohnungsmarkt / Um die Interessen von 160 Personen zu schützen, müssen Tausende das Land verlassen
Aktuell (2019) sind in Luxemburg 70,9 Prozent der Haushalte Besitzer der eigenen Wohnung. Das sind weniger als im Jahr 2007, als noch 74,5 Prozent Besitzer der eigenen vier Wände waren. (Foto: AFP/Mychele Daniau)
Die Situation auf dem Luxemburger Immobilienmarkt wird immer angespannter. Seit Jahrzehnten wird nicht genug gebaut. Sämtliche Regierungen haben bislang versagt. Von dieser Situation profitieren einige wenige, die einen Großteil der Grundstücke besitzen.
Esch teurer als Barcelona, München, Rom oder Frankfurt









Et ginn ganz Residenzen, Haiser etc………vun Auslänner opkaft als INVEST. Kee Wonner eng Rendit vun 15 % an nach méi pro Joer gett et Europaweit neierens. An der Schweiz wor dee Problém och. Mee do gett et seit langem d’LEX KOLLER. Hei zu Lëtzebuerg gett just iwert d’Affeierung vun enger ähnlecher Réglementatioun gebradelt, gebradelt an nach weider gebradelt.
„Für eine Wohnung sparen ist nicht mehr möglich“ ! Warum wohl? Die Erklärung ist einfach: Die Banken haben Kredite regelrecht verschleudert. Niedrige Zinsen verhindern regelrechtes ansparen. Andererseits erlaubten die billigen Kredite zuerst den Leuten schnell und einfach ein Zuhause zu finanzieren. Es kam dann aber was kommen musste: die Preise explodierten so schnell, dass viele sich heute keine Wohnung mehr leisten können. Die Baulöwen machen ein gutes Geschäft. Das ganze „Kreditgeld“ fliesst in ihre Taschen. Ich finde man sollte einmal kurz überlegen, ob höhere Zinsen, und die Abschaffung vieler Finanzhilfen die Preise nicht fallen liessen. Es ist ein Widerspruch zu behaupten, „niemand“ könne sich keine Wohnung mehr leisten, und es jedoch nicht genügend freies Bauland gäbe, um die grosse Nachfrage zu befriedigen.
Bitte um Info! Darf man sein Haus noch selbst bauen, mit welchen Auflagen?
Unsere Großväter und Väter konnten ohne viel „ Gedeesems“ die Häuser selbst bauen oder Altbauten renovieren. Dank grüner Verbotspolitik , grünen Bauvorschriften und politischer Überreglementierung ist dies nicht mehr möglich. Komisch nur eine Tankstelle obwohl nicht Bäcker darf Brot aufbacken, ein Heimwerker bekommt im eigen Haus vorgeschrieben er nur bestimmte Reparaturen durch geprüfte Handwerker durchführen lassen darf. Obwohl bei genauen Betrachten ,gepfefferter Anfahrtskosten , Stundenlohn ich so meine Zweifel habe manch Handwerker geprüft ist , er seine Lehrzeit nicht verschlafen hat .“Geet net, muss nei gemeet gin, Reparatur guer net“.Da waren unsere Großväter, Väter wohl als Laien übertalentiert , sie alles reparieren konnten und man auch sicher war das Reparierte wieder voll funktionsfähig und halten tat.
Sie Glücklicher, dass Sie noch Handwerker bekommen! Laufe seit 3 Wochen hinter Installateur her, um einen Boiler und Wasserhahn ersetzt zu bekommen. Zum Wohnungsproblem: Die Besitzenden verteidigen ihren Stand mit allen Mitteln, überall Proteste gegen Neubaugebiete besonders mit Sozialwohnungen. Wer hat, der hat und will nichts abgeben! Un dann beim Bauen die vielen Auflagen: Klimawende hin und her aber all die Regeln verteuern enorm. Im Raum Frankfurt sind fast 2/3 der Baupreissteigerungen auf neue Auflagen zurückzuführen! Dazu Grunderwerbssteuer, die vielerorts sich in den letzten Jahren verdreifacht hat, damit profitiert der Staat auch von den höheren Neubaupreisen!
„Warum kauft der Staat nicht ein großes Stück Land neben Luxemburg-Stadt, erklärt es zu Bauland und errichtet 30.000 Wohnungen auf einen Schlag?“
BRAVO ! Das ist mal ein sinnvoller Vorschlag. Nägel mit Köpfen statt des „Gepiddels“ der letzten Jahrzehnte.
Und nichts gegen eine Erhöhung der Grundsteuer, aber der prozentuale Vergleich der Grundsteuereinnahmen mit Frankreich (Gesamtfläche mehr als 600.000 km2) und schlimmer noch mit den USA (9,5 Millionen km2) ist wohl ein Witz. Unsere mickrigen 2586 km2 werden den Staat eher nicht reich machen…
@Charel HILD: Da bin ich aber anderer Meinung. Hätte es die niedrigen Zinsen nicht gegeben, müsste ich heute noch bei meinen Eltern wohnen. Zinsen sind was Schönes wenn die Eltern für die Kinder sparen können.
So oder so- irgendwann ist dann auch der letzte Zentimeter Baugrund ausgereizt und zubetonniert. Die Spirale aus Profit, Bevölkerungswachstum, Verkehrsasphixie, sozialer Aufsplitterung : sie fräst sich in ein endliches Substrat. Unser begrenztes Ländchen.
@Sepp: Doch lieber Sepp! Sie hätten einige Jahre Geld gespart, und Zinsen erhalten. Danach hätten Sie, genau wie unsere Generation damals (N.B. über 10% Zinsen) ein Haus zu einem normalen Preis kaufen können. Ein Eigentumshaus kostet immer sehr viel Arbeit, und tiefe Einschränkungen. Das ist heute nicht neu. Neu ist die Explosion der Preise, und die ist ein Produkt der niedrigen Zinsen und vor allem der leichten Kredite. Was sollen Kredite mit einer Laufzeit von über 50 Jahren? Mit diesem Geld wird der Nobelfuhrpark vom Baulöwen finanziert!
Armes reiches Luxemburg!
Luxemburgs Immobilienmarkt ist ausschliesslich für Reiche
und ausländische Geldwäscher gedacht, Normalverdiener müssen
auswandern um sich dort nach bezahlbaren Wohnungen
um zusehen. Armseliges Luxusburg.
@Studio:
Gestern konnte man hier lesen, dass es in Luxembourg mehr als 42.000 Millionäre gibt.
Noch Fragen, warum die Preise so hoch sind?
Wer bleibt auf der Strecke?
Grenzgänger bleiben eh lieber in ihrem Land, wegen der Immobilienpreise pendeln die lieber.
Qualifizierte Fachkräfte, die aus dem Ausland kommen, verfügen meist über großzügige Gehälter und bekommen Hilfen ihrer Arbeitgeber.
Nein, es sind die wenig und durchschnittlich verdienenden Einheimischen, die gezwungen sind, ihr Heimatland zu verlassen, wollen sie jemals Eigentum haben.
Da ändern ein paar kosmetische Eingriffe in Form von günstiger Wohnraumbeschaffung wenig – sie sind quantitativ unbedeutend.
Die Solidarität geht dadurch verloren, das derjenige, der hat (aus welchem Grund auch immer), ordentlich verdienen will.
Wer auf der Strecke bleibt, der hat halt Pech gehabt.
Meckern darüber ist ja o.k. Aber man muss ja nicht gleich was ändern…So geht eben Politik.