Analyse zum Wohnungsmarkt
Um die Interessen von 160 Personen zu schützen, müssen Tausende das Land verlassen
Die Situation auf dem Luxemburger Immobilienmarkt wird immer angespannter. Seit Jahrzehnten wird nicht genug gebaut. Sämtliche Regierungen haben bislang versagt. Von dieser Situation profitieren einige wenige, die einen Großteil der Grundstücke besitzen.
Aktuell (2019) sind in Luxemburg 70,9 Prozent der Haushalte Besitzer der eigenen Wohnung. Das sind weniger als im Jahr 2007, als noch 74,5 Prozent Besitzer der eigenen vier Wände waren. Foto: AFP/Mychele Daniau
In Luxemburg fehlen zwischen 6.600 und 30.000 Wohnungen. Um die wachsende Schere zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen, müssen jährlich über 3.200 zusätzliche Wohnungen gebaut werden, ist in einer Studie zu lesen. Als Folge steigen Kaufpreise und Mieten. Beklagen tun die Experten auch, dass in den zehn Jahren vor der Erstellung der Studie die Zahl der Mietwohnungen geschrumpft ist, obwohl einige tausend gebaut wurden. Neu ist diese Studie allerdings nicht. Die sogenannte LIP-Studie wurde vor 30 Jahren (1991) veröffentlicht. Damals war Jean Spautz (CSV) Wohnungsbauminister.