Hausdurchsuchung bei der Polizei
Schwere Vorwürfe gegen Direktor der Region Norden
Ermittler der „Inspection générale de la police“ (IGP) haben am Dienstag Räume der General- und der Regionaldirektion der Polizei durchsucht. Der Grund: Dem Direktor der Region Norden wird illegale Vorteilsnahme und Computerbetrug vorgeworfen. Noch gilt die Unschuldsvermutung.
Im Visier der Fahnder standen unter anderem die Polizeibüros auf dem Findel. Foto: Editpress
Ein hoher Offizier der Polizei muss sich womöglich wegen Amtsmissbrauch vor der Justiz verantworten. Dem Direktor der Region Norden wird illegale Vorteilnahme und Computerbetrug vorgeworfen („prise illégale d’intérêt et fraude informatique“). Das geht aus einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Diekirch hervor.
Auf Anordnung des Untersuchungsrichters haben Ermittler der IGP am Dienstagmorgen die entsprechenden Abteilungen der Generaldirektion sowie Büroräume der Regionaldirektion in Diekirch durchsucht. Die Ermittlungen, die sich gegen den Polizeidirektor der Region Norden richteten, nähmen nun ihren Lauf, heißt es in der Pressemitteilung. Der Offizier wurde aber nicht namentlich genannt.
Weitere Informationen sind derzeit nicht bekannt. Gegenüber dem Tageblatt konnten zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Details genannt werden. Die Staatsanwaltschaft verweist indessen auf die Unschuldsvermutung.