Consdorf Sammy ist noch immer verschollen – Helfer suchen mit Drohne nach Känguru

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Auch mit einer Spezialdrohne ist Sammy bis jetzt nicht aufzuspüren Fotos: Privat

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Das abenteuerlustige Känguru Sammy hält Consdorf weiter in Atem: Seit Dienstag ist der vierjährige Australier auf freiem Fuß. Tierschützer haben inzwischen mit einer Drohne nach dem Tier gesucht – bis jetzt erfolglos. 

Das am Dienstag ausgebüxte Känguru Sammy ist noch immer im Wald rund um Consdorf unterwegs. Das berichtet Tierschützer Daniel Frères am Mittwoch dem Tageblatt. Sammy war seiner Besitzerin am Dienstagmorgen weggelaufen – und wurde dann in verschiedenen Consdorfer Gärten gesichtet. „Das Problem ist natürlich, dass Leute noch kein Känguru gesehen haben“, sagt Daniel Frères vom Tierschutzverein Give us a Voice. Einige Menschen seien dem vierjährigen Australier nachgelaufen – worauf der sich in den Wald verzogen hat. 

Bis 22 Uhr haben Frères und andere Helfer am Dienstag nach Sammy gesucht. Dabei kam auch eine Drohne zum Einsatz. Ein Freiwilliger half mit einem Fluggerät mit Infrarot-Kamera. Die Suchenden entdeckten damit so einige Tiere im Consdorfer Wald: Rehe, Wildschweine, sogar Kaninchen. „Nur Sammy haben wir nicht gefunden“, sagt Daniel Frères. Nur 75 bis 80 Zentimeter sei das Tier aus Down Under groß. „Wenn er im Wald ist, ist es nicht einfach ihn zu finden.“ 

Sammy-Sichtung in der Nacht

Sammy-Sichtungen gab es ebenfalls wieder einige. Das Problem des Suchtrupps sei, dass die Zeugen ihre Sichtung erst zwei Stunden später melden, sagt Frères. Auch am Mittwoch wurde das Känguru bereits gesichtet – und auch in der Nacht davor. „Wie es aussieht, ist er nachtaktiv“, sagt Frères. Sammy habe „da draußen“ wenig Probleme. Er fresse Gras, an einem Weiher könnte er trinken. 

In einem Radius von fünf Kilometern drehe Sammy derzeit seine Kreise. Wer ihn entdeckt, kann sich weiterhin bei Daniel Frères unter 621 140 001 melden. Frères bittet Autofahrer auf den Landstraßen rund um Consdorf um Vorsicht. Eine Gefahr gehe von dem Känguru nicht aus, sagt er. „Das Tier ist sehr lieb. Es ist nicht bissig und nicht gefährlich.“ Es sei auch gut gehalten worden. Und dort, wo er zu Hause ist, wartet neben der Besitzerin auch noch jemand anderes auf Sammy: seine Freundin, ein Känguru namens Melissa. 

Sammy auf Erkundungstour in einem Consdorfer Garten
Sammy auf Erkundungstour in einem Consdorfer Garten Foto: Privat