Nachruf
Punkrock am Kalzong: „Wenn es mehr Menschen wie Pascal vu Wooltz gäbe, wäre die Welt eine bessere“
Punk’s not dead. Und das, obwohl Punk schon tausendmal gestorben ist. Zuletzt am 13. Juli, kurz vor elf Uhr nachts auf der A7. Da rannte ein Geisterfahrer in Punk rein. In einen Punk. De Pascal vu Wooltz.
De Pascal vu Wooltz, Punk, Säufer, Antifaschist, hier 2024 im Dreamland Creative Space, an dessen Aufbau er mitbeteiligt war Foto: Caroline Martin
In Nachrufen verklärt man Tote gerne zu den Besten, den Größten, zu Helden, die sie nie waren. Dieses Aufblasen zur Überlebensgröße erinnert oft an eine Art Leichenfleddern: Man erschafft zunächst kollektiv einen Nachruhm, von dem man sich dann ein Stück abschneidet, denn wenn der Tote ein Jemand war, een Dichtegen, dann ist man automatisch auch jemand, weil man ihn kannte, weil er einem mal einen Verstärker ausgeliehen oder ein Bier ausgegeben hat. „Ich finde einige dieser Beileidsbekundungen heuchlerisch“, sagt ein Freund von ihm. „Ich frage mich, ob diese Leute, die ihn jetzt betrauern, ihn auch ernst genommen haben, als er noch lebte. Pascal würde vermutlich der Hälfte dieser Leute sagen, sie sollten sich ficken.“