Corona-Pandemie

Ob der Düdelinger Weihnachtsmarkt stattfinden kann, steht derzeit noch in den Sternen

Ende des Jahres stehen Weihnachtsmärkte traditionell auf dem Veranstaltungsprogramm vieler Städte, darunter auch in Düdelingen. Die Veranstalter stehen in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie jedoch vor besonderen Herausforderungen. So stellen sich ihnen mitunter Fragen wie: Wie lässt sich unter den Umständen das Bestmögliche aus der Situation machen? Und ist die Gefahr einer späten Absage nicht doch zu groß?

Die Planungen der diesjährigen Ausgabe des Düdelinger Weihnachtsmarkts laufen schon – doch es sind noch viele Fragen offen

Die Planungen der diesjährigen Ausgabe des Düdelinger Weihnachtsmarkts laufen schon – doch es sind noch viele Fragen offen Foto: Editpress-Archiv

Letztes Jahr um diese Zeit hatte die Düdelinger Stadtverwaltung das Konzept für den Weihnachtsmarkt bereits weitestgehend fertiggestellt, um sich anschließend mit den Teilnehmern auszutauschen. „Bisher haben wir uns noch mit niemandem getroffen, da wir uns selbst noch nicht 100 Prozent sicher sind, wie der Weihnachtsmarkt aussehen soll“, erklärt Ressortschöffe Loris Spina (LSAP) im Gespräch mit dem Tageblatt. Der „Service des fêtes et manifestations“ ist gerade dabei, einige Alternativen auszuarbeiten. Aktuell werden unter anderem Schilder und Pfeile sowie Ein- und Ausgänge geplant. Sicherheitsleute müssen dann ein Auge darauf haben, dass die Besucher sich an die Vorgaben halten.

Wenn sich der Schöffenrat nach der Sommerpause in vollständiger Konstellation wiedersieht, wird er eine definitive Entscheidung in Bezug auf den diesjährigen Weihnachtsmarkt treffen. Eine weitere offene Frage ist, ob man dieses Jahr überhaupt genügend Teilnehmer finden kann, um das „Duerf“ mit den Chalets füllen zu können. Der Düdelinger Weihnachtsmarkt wird von lokalen Vereinen und professionellen Händlern auf die Beine gestellt. Ein Teil der Fläche wird seit Jahren als Mittelaltermarkt konzipiert. Alle seien froh, wieder arbeiten zu können, so Spina weiter. Dennoch seien einige skeptisch darüber, ob sich der Aufwand später auch lohnen wird.

Sitzplätze zur Einhaltung des Abstands

Gerade jene Vereine, für die sich Ehrenamtliche engagieren, beginnen bereits Monate im Voraus mit den Vorbereitungen. Die professionellen Händler müssen ebenfalls Zeit dafür aufwenden, vor Ort ihre Stände aufzubauen. Ein weiterer ungewisser Faktor ist – wie sonst jedes Jahr auch – das Wetter. Diesmal kommt noch hinzu, dass niemand sagen kann, ob die Menschen den Markt überhaupt besuchen werden oder ob sie aus Angst vor einer Corona-Ansteckung nicht doch eher zu Hause bleiben.

Als weitere Unsicherheit stehen die Infektionszahlen im Raum, deren Entwicklung niemand vorhersehen kann. „Wenn wir mit den sanitären Auflagen von heute planen, dann wissen wir nicht, ob diese im Dezember noch aktuell sein werden“, meint Spina weiter. 

Das Unterhaltungsprogramm ist ein wichtiger Punkt bei der Organisation des Markts. Eigentlich wollen die  Veranstalter den Künstlern eine Chance geben, um wieder auftreten zu können. Doch dann muss mit Sitzplätzen gearbeitet werden, damit das Publikum nicht zu nah beieinander steht. „Hier stellt sich außerdem die Frage, ob die Zuschauer überhaupt kommen, wenn es zu kalt ist …“ Dasselbe gilt für alles, was mit Catering zu tun hat.

Etwas zu planen und den Menschen grünes Licht zu geben, sei derzeit mit Risiko behaftet. Schließlich riskiere man, dass dann doch nichts stattfinden kann, so der Schöffe abschließend.

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