Contern

Nach Mobbingvorwürfen und Pressemitteilungen: In der Gemeinde soll wieder Ruhe einkehren

Mobbingvorwürfe, Entlassungen und eine interne Untersuchung – in Contern hing lange Zeit der Gemeindesegen schief. Nach der ersten Richtigstellung der Mitarbeiter des Gemeindeateliers folgte der zweite Brief: 18 Gemeindebeamte aus der Verwaltung meldeten sich per Pressemitteilung zu Wort. Das Tageblatt verschafft einen Überblick über die Geschehnisse.

Nach monatelanger Schlammschlacht soll endlich wieder Ruhe einkehren

Nach monatelanger Schlammschlacht soll endlich wieder Ruhe einkehren Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Wird in der Gemeinde Contern endlich wieder Ruhe einkehren? Nach turbulenten Monaten sehnen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Conterner Gemeinde nach ruhigeren Zeiten. Mitte September vergangenen Jahres kam es erstmals zu Vorwürfen gegenüber der Verwaltung. Die Oppositionsparteien DP und „déi gréng“ und die Gewerkschaften OGBL und FGFC kritisierten das „toxische Arbeitsklima“ im Gemeindegebäude. In seiner Pressemitteilung teilte der OGBL damals mit, er sei von seiner Personaldelegation über die Arbeitsumstände informiert worden. Demnach würden Frustration, Gesundheitsprobleme und eine hohe Mitarbeiterfluktuation zum Gemeindealltag gehören. Der Schöffenrat, vor allem aber Bürgermeisterin Marion Zovilé-Braquet (CSV), gerieten wegen „mangelnder Unterstützung durch Vorgesetzte“ in Bedrängnis. Das Luxemburger Wort berichtete im vergangenen Oktober sogar von diskreditierenden Äußerungen der Bürgermeisterin bezüglich einiger Mitarbeiter der Gemeinde: „Dee ka säin Numm emol net schreiwen“, soll es während eines Restaurantbesuchs in Anwesenheit anderer Lokalpolitiker geheißen haben. Zovilé-Braquet äußerte sich damals gegenüber dem Luxemburger Wort nicht zu den Vorwürfen. Am 20. März meldeten sich – nach einer ersten Richtigstellung der Mitarbeiter des Gemeindeateliers und unzählige Schuldzuweisungen später – 18 Gemeindebeamte aus der Verwaltung in einem öffentlichen Brief zu Wort.

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