Vive d’Republik!

Monarchiekritik und Republikanismus in Luxemburg: Eine Spurensuche

Die republikanische Bewegung in Luxemburg wurde in der Geschichtsschreibung lange Zeit ausgeblendet. Mit „Vive d‘Republik!“ erschien vergangene Woche erstmals ein Werk, das den Republikanismus und die Monarchiekritik aus historischer Perspektive beleuchtet und gleichzeitig aktuelle Bezüge herstellt. Für das Tageblatt fasste Autor Claude Frentz sein Buch zusammen. 

Diese 1934 entstandene Grafik des Künstlers Raymon Mehlen thematisierte den Erwerb durch den luxemburgischen Staat von 776 Hektar des Gréngewald sowie des Schlosses von Colmar-Berg aus dem Privatbesitz von Großherzogin Charlotte. So sollte der Liquiditätsengpass, in den das Haus Nassau-Weilburg aufgrund von Steuerschulden in Deutschland geraten war, überwunden werden. Hierbei wurde seitens der Regierung von…

Diese 1934 entstandene Grafik des Künstlers Raymon Mehlen thematisierte den Erwerb durch den luxemburgischen Staat von 776 Hektar des Gréngewald sowie des Schlosses von Colmar-Berg aus dem Privatbesitz von Großherzogin Charlotte. So sollte der Liquiditätsengpass, in den das Haus Nassau-Weilburg aufgrund von Steuerschulden in Deutschland geraten war, überwunden werden. Hierbei wurde seitens der Regierung von… BnL

Der Republikanismus in Luxemburg reicht weit in die Vergangenheit zurück und speist sich aus dem ambivalenten Verhältnis eines Teiles der Bevölkerung zur Monarchie. Immer wieder waren Land und Leute zum Spielball von Kaisern und Königen geworden. So wurden die österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg zwischen 1714 und 1795 gehörte, von den Habsburgern mehrmals zum Tausch angeboten. 1867 hätte König-Großherzog Wilhelm III. von Oranien-Nassau dem französischen Kaiser Napoleon III. das Land fast verkauft.

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