Frankreich

Investor Prudentia Capital rettet den Zoo von Amnéville 

Der Zoo in Amnéville wird vom französischen Investor Prudentia Capital übernommen. Das Landgericht Metz hat am Freitag dem entsprechenden Sanierungsplan zugestimmt. Der Tierpark ist mit 53 Millionen Euro verschuldet. 

Die weißen Löwen können weiterhin im Zoo von Amnéville besucht werden

Die weißen Löwen können weiterhin im Zoo von Amnéville besucht werden Foto: Archiv/Editpress

Prudentia Capital wird den Zoo in Amnéville übernehmen – und ihn damit vorerst vor dem Aus retten. Der französische Aktienfonds will aus dem als Genossenschaft geführten Zoo eine Handelsgesellschaft machen. 82 Prozent des Zoos will Prudentia Capital übernehmen, plus einen Teil der Schulden und alle Mitarbeiter. Die restlichen 18 Prozent gehören dem Gründer und Zoodirektor Michel Louis. „Ich bin sehr zufrieden mit der Entscheidung des Landgerichts“, erklärte Louis dem Républicain Lorrain. „Mit der Befreiung aus der Verschuldung beginnt für uns eine neue Ära.“

Wie der Saarländische Rundfunk berichtet, habe der Investor mit den Gläubigerbanken eine Einigung erzielt, die dem Zoo nicht nur eine komplette Refinanzierung, sondern auch finanzielle Spielräume verschafft. 

Zuletzt stand der Zoo stark in der Kritik, weil Abwässer aus Tiergehegen in die umliegende Natur geflossen sein sollen. Außerdem soll der Zoo versucht haben, einen Eisbär-Kadaver auf einer Mülldeponie zu entsorgen. Der Zoo, der 1986 eröffnet wurde, wird jährlich von über 500.000 Menschen besucht und ist damit der zweitgrößte Tierpark in Frankreich. Insgesamt beherbergt der Zoo über 2.000 Tiere 320 verschiedener Gattungen.  

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