Deutschland

Warum ein Social-Media-Verbot rechtlich schwierig ist

In den letzten Wochen wurde intensiv über ein Social-Media-Verbot für Minderjährige diskutiert: Wie schützt man Kinder vor schädlichen Online-Einflüssen? Doch am Ende könnten rechtliche Hürden ein Verbot verhindern.

11-jähriger Junge lacht und nutzt Social-Media-Plattform auf Smartphone, fröhlich und aktiv online unterwegs

Ein Jugendlicher amüsiert sich auf einer Social-Media-Plattform Foto: Yasuyoshi Chiba/AFP

Die Stimmung gegenüber den sozialen Medien scheint gekippt zu sein: Seit Australien Ende 2025 ein Verbot für Kinder unter 16 Jahren verhängt hat, wollen einige Länder nachziehen, darunter Dänemark, Frankreich und Großbritannien – und vielleicht auch Deutschland. Die Maßnahme wird politisch intensiv diskutiert – doch möglicherweise ist ein Verbot auf nationaler Ebene rein rechtlich gar nicht möglich.

Zu diesem Schluss kommt der wissenschaftliche Dienst (WD) des Bundestags in einem Gutachten. Stattdessen müsste eine Lösung der EU her. Mit dem Digital Services Act (DSA) gibt es bereits ein EU-Gesetz, das den Handlungsspielraum der Mitgliedstaaten festlegt. Mit dem DSA sollen auf EU-Ebene einheitliche Regeln für den digitalen Raum gelten. Wenn nun jedoch Staaten anfangen, ihre eigenen Regeln zu machen, die in dasselbe Gebiet fallen, wäre dieser Zweck unterwandert.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Nahost-Konflikt

Es kriselt zwischen Trump und Netanjahu

Deutschland und Ungarn

Bei Berlin-Besuch: Merz sichert Magyar Unterstützung zu