Der PolitflüstererGlodens Fauxpas

Der Politflüsterer / Glodens Fauxpas
Achtung, Polizei! Innenminister Léon Gloden. Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Das ist schon Pech: Da musste Mobilitätsministerin Yuriko Backes diese Woche die Pressekonferenz zur Bilanz der Verkehrsunfälle 2023 absagen, weil sie selbst Opfer eines Unfalls wurde. Nein, kein Autounfall, sondern ein Sportunfall. Beim Basketball hatte sie sich das Schienbein gebrochen.

Ab einem gewissen Alter sollte man die individuellen Ausdauersportarten priorisieren, denkt sich der Politflüsterer. Er darf das sagen, denn er hat in etwa dasselbe Baujahr wie die Ministerin und außerdem spricht er aus Erfahrung. Unlängst hat er feststellen müssen, dass beim Googeln seines Baujahrs unter der Rubrik „Weitere Fragen“ Folgendes auftaucht: Wann kann ich in Rente gehen?

Léon Gloden ist nur unwesentlich jünger, doch einige würden den Innenminister lieber heute als morgen aufs Altenteil schicken. Am Mittwoch wurde er in der Fragestunde im Parlament vom Abgeordneten und Escher Gemeinderat Marc Baum auf die Affäre Pim Knaff angesprochen. Dabei hatte Gloden wenige Tage zuvor bereits in einer Pressemitteilung seine Sicht der Dinge dargelegt. Dementsprechend pampig antwortete der Minister vom Chamber-Podium aus. Um dann beim Heruntergehen vor Zeugen Baum sinngemäß zuzuraunen: „Da kucke mir elo mol deng Steiererklärung!“ So einen Spruch kann man als typisch bourgeoise Überheblichkeit eines Léon Gloden abtun. Oder aber als Drohung auffassen, selbst wenn Baum das nicht so empfand. Wollte Gloden sich gar einen Witz erlauben? Wenn ja, dann ist er nicht zum Lachen. Typisch Gloden eben. Bei ihm gibt es halt nichts zum Lachen.

Ein solcher Satz ist eines Ministers unwürdig, denkt sich der Politflüsterer und erinnert sich daran, dass Gloden bereits wenige Sekunden zuvor den schweren Steuerbetrug des Escher Schöffen bagatellisierte, als er meinte, was Knaff gemacht habe, sei „net gutt“. 110.000 Euro an der Steuer vorbeizuschleusen ist nicht nur nicht gut, sondern in erster Linie mal kriminell. Es ist ein Betrug an der Allgemeinheit. Das sehen sie bei CSV und DP wohl anders. (Philip Michel)

Grober J-P.
6. Juli 2024 - 10.26

Empfinde, dass die Arroganz dem Herrn Minister sehr gut zu Gesicht steht. Habe mir immer die Arroganz so vorgestellt.
Leider ist er nicht der Einzige in der Liga.

JJ
6. Juli 2024 - 9.40

Wenn Arroganz und Überheblichkeit ein Gesicht hat dann trägt es eine Brille und heißt Gloden. Diese Äusserung,als Witz verkleidet,erinnert an seine schon miese Drohung an eine Zeugin beim Badeunfall damals in Grevenmacher,als er sich schützend (bravo) vor seinen Bademeister stellte. Sie müsse mit einer Klage wegen Falschaussage rechnen wenn sie den Mund nicht halten sollte.Sollte der damalige Würgermeister es mit der Angst bekommen haben weil sein Wachpersonal unterbesetzt oder vielleicht sogar unterqualifiziert war.Nichts Genaues weiß man nicht. Na denn....Also meine Steuererklärung ist längst unterwegs. Nicht dass ich mit Knaff noch eine Zelle teilen muss.