Sicherheit

Finnland beobachtet Aufbau russischer Militärinfrastruktur an der Grenze

Die Behörden in Finnland sind derzeit mit der Beobachtung des Aufbaus von Militärinfrastruktur an der Ostgrenze durch Russland befasst.

Seit der von Moskau koordinierten Ankunft von rund tausend Migranten ohne Visa ist die Grenze geschlossen

Seit der von Moskau koordinierten Ankunft von rund tausend Migranten ohne Visa ist die Grenze geschlossen Foto: AFP/Jussi Nukari/Lehtikuva

Gemeinsam mit seinen Verbündeten „beobachtet und bewertet Finnland die Aktivitäten und Absichten Russlands genau“, schrieb Verteidigungsminister Antti Häkkänen am Donnerstag in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP.

Zuvor hatten die finnische Armee und internationale Medien über die Vorgänge auf der russischen Seite der Grenze berichtet. Moskaus Bemühungen, „seine Streitkräfte zu stärken, waren keine Überraschung für Finnland“, betonte der Minister. „Wir haben hervorragende Fähigkeiten, russische Operationen zu beobachten“, schrieb Häkkänen. Als NATO-Mitglied habe sein Land „eine starke Sicherheitsposition“.

Häkkänen betonte, Finnland verfüge über eine „robuste Landesverteidigung“, die auf der Wehrpflicht und großen Reservekräften basiere. „Unsere gesamte Gesellschaft hat umfassend in die Vorbereitung auf alle Arten von Störungen und Krisen investiert“, fügte er hinzu.

Das lange bündnisfreie Finnland war der NATO im April 2023 beigetreten. Grund für die Kehrtwende war der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Seither drohte Moskau immer wieder mit Konsequenzen. Der stellvertretende Generalstabschef der finnischen Streitkräfte für Strategie, Sami Nurmi, sagte dem finnischen Sender YLE, die Aktivitäten Russlands bedeuteten keine unmittelbare Bedrohung Finnlands.

Im April hatte die Regierung in Helsinki mitgeteilt, die seit Dezember 2023 geltende Schließung seiner östlichen Grenze zu Russland „bis auf Weiteres“ zu verlängern. Finnland hatte die 1.340 Kilometer lange Grenze zu Russland ursprünglich nach der laut Helsinki von Moskau koordinierten Ankunft von rund tausend Migranten ohne Visa geschlossen. (AFP)

Gefangenenaustausch zwischen Russland und Ukraine

Der von Russland und der Ukraine vereinbarte große Gefangenenaustausch hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump stattgefunden. „Ein großer Gefangenenaustausch wurde gerade zwischen Russland und der Ukraine abgeschlossen“, schrieb Trump am Freitag in seinem Onlinenetzwerk Truth Social. „Glückwünsche an beide Seiten zu dieser Verhandlung. Könnte das zu etwas Großem führen???“, schrieb er weiter. Russland und die Ukraine hatten in der vergangenen Woche, als einziges Resultat ihrer ersten direkten Gespräche seit mehr als drei Jahren, in Istanbul vereinbart, in den kommenden Tagen jeweils 1.000 Kriegsgefangene auszutauschen. In den vergangenen Jahren hatten Russland und die Ukraine mehrfach Gefangene ausgetauscht. In diesem Monat hatten beide Seiten bereits jeweils 205 Gefangene ausgetauscht. Unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau ergänzt die Presseagentur dpa, es seien jeweils 270 Kriegsgefangene und 120 Zivilisten übergeben worden. Der vereinbarte Austausch von insgesamt jeweils 1.000 Gefangenen werde in den kommenden Tagen fortgesetzt, hieß es. Es sei der bislang größte Gefangenenaustausch seit dem russischen Angriff.

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