Weltraum

Erfolgreicher Raketenstart: Rover „Tenacious“ aus Luxemburg macht sich auf den Weg zum Mond

Eine SpaceX-Falcon 9-Rakete schießt am 15. Januar 2025 nach dem Start vom Launch Complex 39A im Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida, in die Umlaufbahn

Eine SpaceX-Falcon 9-Rakete schießt am 15. Januar 2025 nach dem Start vom Launch Complex 39A im Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida, in die Umlaufbahn Foto: AFP/Gregg Newton

Ein Rover aus Luxemburg hat sich heute auf den Weg zum Mond gemacht: Eine Rakete vom Typ Falcon 9 des Weltraumunternehmens SpaceX ist am Mittwochmorgen vom Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida gestartet, wie die Nachrichtenagentur AFP mitteilt. An Bord befinden sich unter anderem der Mondlander „Resilience“ der japanischen Firma Ispace und der Rover „Tenacious“, der vom hiesigen Tochterunternehmen geplant und gebaut wurde.

„Der Lander Resilience hat seine vier- bis fünfmonatige Reise zum Mond begonnen“, schreibt SpaceX auf seiner Webseite. Ispace strebt anschließend eine „sanfte Landung auf der Mondoberfläche an“. Der Micro Rover „Tenacious“ soll dann die Oberfläche erkunden und Regolith einsammeln, eine Decke aus Lockermaterial, die auf Gesteinsplaneten im Sonnensystem zu finden ist.

Der Rover, der gerade einmal 30 Zentimeter lang ist und fünf Kilogramm wiegt, ist auf kommerzieller Mission. Er soll der erste Realitätscheck des luxemburgischen Gesetzes zu Weltraumressourcen werden. Zum ersten Mal in der Geschichte könnte ein Stück Mond in den Besitz eines irdischen Unternehmens übergehen. „Tenacious“ soll auf dem Mond Gestein einsammeln und dieses dann an die NASA verkaufen – für einen symbolischen Betrag von 5.000 US-Dollar. Die Transaktion zwischen einem Luxemburger Unternehmen und einer US-amerikanischen Behörde soll nun einen juristischen Präzedenzfall für das Gesetz über die Erforschung und Nutzung von Weltraumressourcen schaffen.

Doch der Rover ist nicht das einzige Objekt aus Luxemburg, das kürzlich mit einer SpaceX-Rakete abgehoben ist. Der erste komplett selbst entwickelte Satellit der Universität Luxemburg reiste am Dienstagabend von Kalifornien aus ebenfalls ins All. Das Besondere: Der Satellit ist sehr klein, er hat etwa die Größe eines Zauberwürfels – und steht somit an der Spitze der Forschung zu Raumfahrttechnik. 

Poquito, so der Name des Satelliten, hat zwei Hauptziele. Zum einen geht es darum, die miniaturisierten Technologien zu demonstrieren, zum anderen ist Poquito ein pädagogisches Instrument für die Doktoranden und Master-Studierenden der Universität. In einer Pressemitteilung teilt die Universität mit, was ihn jetzt im Weltall erwartet: „Der Satellit wird bis zu drei Jahre lang in Betrieb sein und über UHF-Frequenzen mit der Bodenstation vom Interdisziplinären Zentrums für Sicherheit, Zuverlässigkeit und Vertrauen auf dem Kirchberg in Luxemburg kommunizieren.“ Durch den offenen Zugang zu Telemetrie- und Kommunikationstests soll Poquito dann wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung künftiger miniaturisierter Raumfahrttechnologien liefern.

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