COP in Baku

Einigung auf höhere Klimafinanzierung – Massive Kritik an Beschlüssen

Die UN-Klimakonferenz in Baku ist mit einem viel kritisierten Minimalkompromiss zu Ende gegangen. Der in der Nacht zum Sonntag beschlossene neue Finanzrahmen für die Klimafinanzierung in ärmeren Ländern sieht vor, dass der jährliche Beitrag vor allem der Industriestaaten bis 2035 auf mindestens 300 Milliarden Dollar erhöht wird. Entwicklungsländer kritisierten dies allerdings als völlig unzureichend. Enttäuschung löste zudem das Fehlen neuer Beschlüsse zur Abkehr von fossilen Energieträgern aus.

Auf die COP29 in Baku wird nächstes Jahr die UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém folgen: die Chance für eine Nachbesserung

Auf die COP29 in Baku wird nächstes Jahr die UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém folgen: die Chance für eine Nachbesserung Foto: AFP/Stringer

Die zweiwöchige Weltklimakonferenz endete Sonntagfrüh nach nächtelangen Verhandlungen mit anderthalbtägiger Verspätung. Der Beschluss zur Finanzierung von Klimaschutz und der Anpassung an Klimafolgen blieb weit hinter den Forderungen von Entwicklungsländern zurück, bedeutet aber eine Verdreifachung der aktuellen Verpflichtung von jährlich 100 Milliarden Dollar. Die Entwicklungsländer hatten während der Konferenz 1,3 Billionen Dollar jährlich bis 2035 gefordert, mindestens aber bis 2030 eine Erhöhung der Beiträge der Industriestaaten auf 500 Milliarden Dollar.

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