Esch-Budgetdiskussionen

Ein Pingpong-Match mit einem feststehenden Sieger

Sportlich ging es am Freitag (16.12.) bei den Haushaltsdebatten im Escher Gemeinderat zu. Wie beim Pingpong spielten die Gemeinderäte der Mehrheit und der Opposition den Ball hin und her. Wie nicht anders zu erwarten war, gab es dabei keinen Gewinner. Dafür waren die Positionen zu gegensätzlich. Immerhin aber war der Schlagabtausch fair. Der Ball wurde gespielt, fast nie der Mann respektive die Frau, wie zuletzt leider häufiger bei den Diskussionen im Gemeinderat. 

Drei leere Sitze: Durch die recht kurzfristige Verschiebung konnten drei Gemeinderäte der Opposition am Freitag nicht an den Budgetdiskussionen teilnehmen

Drei leere Sitze: Durch die recht kurzfristige Verschiebung konnten drei Gemeinderäte der Opposition am Freitag nicht an den Budgetdiskussionen teilnehmen Foto: Philip Michel/Editpress

Den ersten Aufschlag hatte Bruno Cavaleiro. Der Fraktionssprecher der CSV sprach von einem Übergangsbudget in einer Kriegswirtschaft. Eine Krise nach der anderen hätte die Arbeit der Mehrheit erschwert. Pandemie, Krieg und Energiekrise hätten den Spielraum deutlich eingegrenzt. Aber auch die Investitionen in das Kulturjahr. In Anbetracht der Kritik habe er ab und an den Eindruck, dass die Oppositions-Kollegen aus dem Gemeinderat an Amnesie litten. Auch an der Regierung ließ Cavaleiro kein gutes Haar. Die vielen Maßnahmen zugunsten der Bürger würden auf Kosten der Gemeinden gehen. Auch verstehe er nicht, warum der Anteil an der Finanzierung der Kulturinstitutionen in Esch im Gegensatz zur Hauptstadt steige. Er beglückwünschte den Schöffenrat, der trotz aller Krisen seine Investitionen nicht herunterfahre. Zudem verteidigte Cavaleiro den geplanten Kredit von 125 Mio. Euro. 

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