Naturschutz
Die einzige Muschelzuchtstation im Land rettet bedrohte luxemburgische Arten
Den größten Bekanntheitswert haben Muscheln wahrscheinlich auf dem Teller. „A la provençale“, „à la sicilienne“ oder „à la crème“ dürfen sie in keinem guten Restaurant zur Saison fehlen. Die luxemburgische Bach- und Flussperlmuschel kann man zwar nicht essen, aber beide sind super für das Ökosystem ihrer Umgebung. An der Kalborner Mühle arbeiten Experten der Stiftung „Hëllef fir d’Natur“ von „natur&ëmwelt“ daran, diese Arten zu retten.
Die Muschelzucht in der Kalborner Mühle ist ein einzigartiges Projekt. Vergleichbar sind nur noch zwei weitere in Europa. Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Muscheln haben unglaubliche Fähigkeiten. Eine Bachmuschel filtert bis zu 50 Liter Süßwasser am Tag. Michel Frisch setzt das in Relation. „Das von den Muscheln gefilterte Wasser hat natürlich keine Trinkwasserqualität, aber sie sind eine große Hilfe bei der Wasserqualität.“ Der gelernte Forst- und Fischwirt ist seit 2015 Teil des Teams, das die Muschelzuchtstation an der Kalborner Mühle im Norden des Landes betreut.