Causa Caritas
Der Spuerkeess droht eine Sanktion von der CSSF
Wegen möglicher Versäumnisse bei Geldtransfers droht der Spuerkeess eine Sanktion durch die Finanzaufsicht. Auch die EZB untersucht die Rolle der Bank im Caritas-Skandal.
Bei der Spuerkeess seien Schwächen in den Abläufen festgestellt worden Symbolfoto: Robert Spirinelli
Der Spuerkeess droht im Zusammenhang mit dem Caritas-Skandal eine Geldstrafe durch die Finanzaufsichtsbehörde CSSF. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) ist in die Prüfung involviert. Das berichtete der Radiosender 100,7 am Freitag.
Informationen von 100,7 zufolge haben CSSF und EZB das Verhalten der beiden betroffenen Banken – Spuerkeess und BGL BNP Paribas – nach Bekanntwerden des Betrugsfalls bei der Caritas analysiert. Beide Institute wurden vor einigen Wochen über vorläufige Entscheidungen der Aufsichtsbehörden informiert. Sie haben nun noch die Möglichkeit zur Stellungnahme, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.
Insbesondere bei der Spuerkeess seien Schwächen in den Abläufen festgestellt worden, vor allem in Bezug auf Geldtransfers, die aus der Bank heraus erfolgten. Diese Mängel seien bereits bei früheren Prüfungen durch die CSSF aufgefallen und könnten nun zu einer Sanktion führen.
Die CSSF prüft insbesondere, ob die gesetzlichen Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche eingehalten wurden. Die EZB konzentriert sich hingegen auf mögliche Versäumnisse bei der Kreditvergabe. Eine Geldstrafe wäre die schwerwiegendste Maßnahme, die die CSSF verhängen kann – daneben sind auch bloße Feststellungen oder behördliche Anweisungen möglich. Lediglich Sanktionen müssen veröffentlicht werden, allerdings gibt es dafür keine festen Fristen.
Sollte eine endgültige Entscheidung getroffen werden, haben die betroffenen Banken die Möglichkeit, rechtlich dagegen vorzugehen. Die Spuerkeess teilte am Donnerstag auf Anfrage von 100,7 mit, dass man sich aktuell nicht äußern wolle, da das Verfahren noch nicht abgeschlossen sei. (DJ)