Rose als Symbol
Der „Roses Revolution Day“ soll auf Gewalt bei der Geburtshilfe aufmerksam machen
Respektlosigkeit und Übergriffigkeiten auf den Entbindungsstationen gegenüber werdenden Müttern sind in Luxemburg immer noch ein Tabuthema. Der Aktionstag „Roses Revolution“ am 25. November möchte dies ändern und ein Zeichen für eine würdevolle und respektvolle Geburtshilfe setzen.
Der Aktionstag soll ein Zeichen gegen Übergriffigkeiten in den Entbindungsstationen setzen Foto: Editpress/Hervé Montaigu
„Wir müssen den Anfang des Lebens wieder respektieren“, sagt die 42-jährige Marise am Mittwochmorgen vor dem Krankenhaus Bohler auf Kirchberg. Zusammen mit Brigitte steht sie vor dem Eingang und hat Rosen dabei. Der „Roses Revolution Day“ ist Teil des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Die Rosen stellen eine symbolische Geste dar. Alle Betroffenen – Väter, Mütter, aber auch medizinisches Fachpersonal – werden dazu aufgerufen, an dem Ort, an dem sie Übergriffigkeiten erfahren haben, Blumen abzulegen. Diese Geste soll dazu dienen, die teils traumatischen Erlebnisse besser verarbeiten zu können, sie soll aber auch ein Zeichen für die Beschäftigten der Krankenhäuser sein. Vor dem CHL, Bohler, CHDN und CHEM waren am Mittwoch jeweils Begleitpersonen als Unterstützung dabei, damit sich niemand allein fühlen muss.