Kritik aus Luxemburg
Belgien macht Atomausstieg rückgängig
In Belgien wurde der Atomausstieg eigentlich schon 2003 gesetzlich festgelegt. Doch die Debatte zieht sich seit Jahren. Das Parlament trifft nun eine klare Entscheidung.
Das Atomkraftwerk Tihange steht am Ufer des Flusses Maas Foto: Eric Lalmand/belga/dpa
Das belgische Parlament hat mit großer Mehrheit für ein Ende des Atomausstiegs gestimmt. 102 Abgeordnete votierten für eine Verlängerung der Laufzeit der bestehenden Reaktoren, 8 stimmten dagegen. Es gab 31 Enthaltungen. Die rechte Regierung von Ministerpräsident Bart De Wever plant auch den Bau neuer Reaktoren. Derzeit verfügt Belgien über zwei Kernkraftwerke mit sieben Reaktoren – drei wurden allerdings bereits vom Netz genommen.