Satelliten

US-Angriff auf Luxemburgs Mitsprache: Investmentfonds will bei der SES die Regeln ändern

Einen Tag nach der Vorstellung des Jahresergebnisses muss sich der Satellitenbetreiber SES eines Angriffs auf Luxemburgs Mitsprache erwehren – er kommt öffentlich und von innen. 

Blick auf die SES in Betzdorf

Blick auf die SES in Betzdorf Foto: Editpress/Alain Rischard

Am Donnerstag gab der amerikanische Investmentfonds Appaloosa, der laut eigenen Angaben sieben Prozent des Kapitals der SES in Betzdorf besitzt, einen Angriff auf das Mitspracherecht Luxemburgs in dem Unternehmen bekannt. Appaloosa behauptet, dass die SES schlecht geführt werde und sich umstrukturieren müsse. Dies vor allem dadurch, dass die SES die Anzahl der Verwaltungsratsmitglieder reduziert, die aus dem öffentlichen Sektor stammen. Durch eine Abschaffung der B-Aktien soll das Betzdorfer Unternehmen nach dem Willen von Appaloosa von der Aufsicht der luxemburgischen Regierung befreit werden. Diese B-Aktien sichern dem Staat und seinen beiden Banken SNCI und Spuerkeess seit 1985 einen Anteil an den Stimmrechten von 33,33 Prozent und damit eine Sperrminorität bei strategischen Entscheidungen.

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