Abruptes Ende

In Wiltz führt ein Radweg direkt in einen Baum – die Gemeinde räumt Irrtum ein

In der Wiltzer Grand-rue sorgt eine Fahrradmarkierung für Stirnrunzeln: Sie endet direkt vor einem Baum. Wie es dazu kommen konnte und was die Gemeinde künftig plant – wir haben nachgefragt.

Etwas verblasst, doch noch sichtbar – in der Grand-rue in Wiltz endet der Fahrradweg abrupt im Baum

Etwas verblasst, doch noch sichtbar – in der Grand-rue in Wiltz endet der Fahrradweg abrupt im Baum Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Eine Fahrradweg-Markierung stiftet in der Wiltzer Grand-rue Verwirrung. Denn sie befindet sich genau vor einem Baum auf der Straße. Das Tageblatt hat bei der Gemeinde nachgefragt, warum die Markierung genau dort endet.

Diese Markierung sollte eigentlich zwei Meter tiefer angelegt werden und nicht direkt vor einem Baum enden. „Doch Irrtümer liegen in der Natur des Menschen“, sagt uns ein Pressesprecher der Gemeinde. Die Kommune denkt also im Gegensatz zur Hauptstadt nicht, dass Stadtbegrünung und sanfte Mobilität kollidieren müssen. Auf dem Limpertsberg mussten die Bäume in der Avenue Pasteur dem Radweg weichen.

Die Grand-rue ist eine von 15 Einbahnstraßen in Wiltz. Im Jahr 2022 beschloss der Gemeinderat, die Einbahnregelung der Straße für Fahrradfahrer aufzuheben, damit diese sich den Umweg von ansonsten 2,4 Kilometern sparen können. Die Straßenmarkierung am Eingang der Grand-rue dient „ausschließlich zur Sensibilisierung der Autofahrer“, erklärt uns der Pressesprecher weiter.

Die „Ardennenhauptstadt“ will sich in Zukunft sukzessiv an die steigende Nachfrage nach sanfter Mobilität anpassen und weitere Maßnahmen dazu umsetzen. Die Entscheidung von 2022 sei „ein Erfolg“ gewesen, da viele Radfahrer in Wiltz in die entgegengesetzte Richtung in dieser Einbahnstraße fahren, um in den nördlichen Teil der Stadt zu gelangen, so die Gemeinde.

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