Benzin und Diesel
Wirtschaftsministerium berichtet von angespannter Lage bei der Spritversorgung
Niedrige Pegel, Waldbrand in Belgien – und eine gesperrte Zugstrecke. Das Wirtschaftsministerium warnt, dass es in Luxemburg zu Verzögerungen bei der Kraftstoffversorgung kommen könnte.
Bei Benzin und Diesel könnte es zu Verzögerungen kommen Symbolfoto: Editpress-Archiv/Julien Garroy
Verzögerungen oder „lokale Anspannung“ bei der Versorgung mit Kraftstoffen können nicht ausgeschlossen werden. Das schreibt das Luxemburger Wirtschaftsministerium am Mittwochmorgen. Grund seien vor allem Probleme beim Transport.
Die Versorgung stütze sich auf ein Netz aus Schiffen, Zügen und Lkw. Diese Logistikkette stehe jedoch seit mehreren Wochen „unter Druck“, schreibt die Behörde. Die durch die Trockenheit gesunkenen Pegel an Rhein und Mosel schränkten die Transportkapazitäten der Schiffe ein. Betriebe seien gezwungen, ihre Transportwege anzupassen, um die Versorgung der Tankstellen sicherzustellen.
Sperrung von wichtigem Kanal wegen Waldbrand
Hinzu käme die Sperrung eines Wasserwegs in Belgien: Der Albert-Kanal, der Antwerpen mit Lüttich verbindet, wurde teilweise gesperrt, um die Löscharbeiten im Hohen Venn zu erleichtern. Dadurch könne es seit Montag zu Verzögerungen per Lastkahn aus der Region Lüttich kommen. Diese Region spiele eine „strategisch wichtige“ Rolle bei der Versorgung vieler Kraftstoffimporteure in Luxemburg.
Ab kommender Woche werde dann auch die Bahnstrecke nach Wasserbillig wegen Bauarbeiten gesperrt, die Zufahrt zum Öllager in Mertert. Das werde „zusätzlichen Druck auf die anderen Verkehrsträger“ ausüben.
Das Ministerium teilt mit, dass es gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen werde, um mögliche Auswirkungen abzumildern und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Lokale „Anspannungen“ könnten „in dieser Ausnahmesituation“ aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. (sen)