Trotz globalem Aufwärtstrend

Weniger Touristen reisen in die USA – auch aus Luxemburg

Die USA verzeichnen 2025 einen deutlichen Rückgang internationaler Besucher – und entwickeln sich damit gegen den globalen Trend.

USA Skyline mit weniger internationalen Touristen, Rückgang im internationalen Tourismus in den USA sichtbar

Die USA spüren den Rückgang bei internationalen Touristen Foto: Charly Triballeau/AFP

Die Vereinigten Staaten verlieren an Attraktivität für internationale Reisende: Offiziellen Angaben der US-Regierung zufolge besuchten in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 mehr als fünf Prozent weniger Touristen das Land – ein Verlust von über drei Millionen Besuchern. Das geht aus dem „Conjoncture flash“ hervor, den das Statec am Dienstag veröffentlicht hat.

Damit entwickeln sich die USA gegen den globalen Trend: Nach Schätzungen von UN Tourism stiegen die weltweiten Touristenzahlen in den meisten Regionen im vergangenen Jahr um etwa vier Prozent.

Besonders deutlich fiel der Rückgang bei Reisenden aus Kanada (–22 Prozent) aus. Auch aus Deutschland (–12 Prozent), Frankreich (–7 Prozent), Indien (–5 Prozent) und Südkorea (–6 Prozent) kamen weniger Besucher. Von insgesamt 230 erfassten Herkunftsländern verzeichneten 160 einen Rückgang. Die Zahl der Reisenden aus Luxemburg sank um fast 13 Prozent.

Anzahl der Besucher aus Luxemburg in den USA auf einer statistischen Infografik

Anzahl der Besucher aus Luxemburg in den Vereinigten Staaten Grafik: International Trade Administration

Gleichzeitig registrierten die Behörden aus einzelnen Ländern Zuwächse. Mehr Reisende kamen unter anderem aus Argentinien (+16 Prozent), Israel (+15 Prozent), Mexiko (+10 Prozent, vor allem Anfang 2025), Japan (+6 Prozent aufgrund der Beliebtheit von Hawaii), Italien (+6 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (+1 Prozent). In Europa zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Während die Besucherzahlen aus dem Osten stiegen, gingen sie im Westen zurück.

Verschärfte Einreisebestimmungen für 2026

Für 2026 planen die USA, ihre Einreisebestimmungen zu verschärfen. Einer Anfang Dezember im US-Amtsblatt veröffentlichten neuen Bestimmung zufolge sollen Reisende aus von der Visumpflicht befreiten Ländern künftig ihre Online-Aktivitäten der vergangenen fünf Jahre offenlegen. Auch andere Daten wie die Telefonnummern der vergangenen fünf Jahre, die E-Mail-Adressen der vergangenen zehn Jahre sowie persönliche Daten von Familienmitgliedern sollen künftig abgefragt werden.

Staatsangehörige von 42 Ländern, die am sogenannten Visa Waiver Program teilnehmen, können bisher ohne Visum für bis zu 90 Tage in die USA einreisen, wenn sie vorab die elektronische Einreisegenehmigung ESTA beantragen. (les)

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Reiseagentur

CFL Evasion stellt Aktivitäten ein