Wenn’s im Rücken zwickt

Warum Muskel- und Skeletterkrankungen im Job immer häufiger werden

Eine genaue Definition zu arbeitsbedingten Muskel- und Skeletterkrankungen gibt es nicht, sie sind aber laut Schätzung der Arbeitsinspektion (ITM) die häufigste Ursache bei Krankschreibungen, die jährlich 150 bis 200 Millionen Euro Kosten generieren. Eine Tagung zu diesem Thema hat am Donnerstag (6. Oktober) im „Parc Hotel Alvisse“ im Rahmen der Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze entlasten dich!“, die von der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ins Leben gerufen wurde, stattgefunden.

ITM-Direktor Marco Boly und Arbeitsminister Georges Engel während der Vorstellung der Tagung

ITM-Direktor Marco Boly und Arbeitsminister Georges Engel während der Vorstellung der Tagung Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Im Vorfeld der Konferenzen und Rundtischgespräche führten Arbeitsminister Georges Engel und Marco Boly, Direktor der ITM („Inspection du travail et des mines“), in das Thema ein. Innerhalb der großen Gruppe der Muskel- und Skeletterkrankungen seien Handgelenke, Rücken, Schultern, Hals und Beine besonders betroffen, erklärte Engel. Opfer seien immer öfters Frauen, junge Arbeitnehmer, Teilzeitarbeitskräfte und Migranten im Gesundheitsbereich, aber auch im Bauwesen und in administrativen Dienstleistungsberufen. Angesichts der Tatsache, dass die Arbeitnehmer im Land künftig tendenziell länger im Beruf bleiben würden, nähme die Gefährdung weiter zu, ergänzte Boly, der damit rechnet, dass immer mehr Beschäftigte bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter von 65 Jahren arbeiten werden müssen. 

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