Frankfurt
Vorwurf von „Greenwashing“: Razzien bei Deutscher Bank und DWS
Mitarbeiter der deutschen Staatsanwaltschaft, der deutschen Finanzaufsicht und des Bundeskriminalamts haben gestern die Firmenzentralen der Deutschen Bank und ihrer Fondstochter DWS durchsucht. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt sagte, die Razzia stehe im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen die DWS, sie habe „Greenwashing“ betrieben, also Etikettenschwindel bei den Angaben zu Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsaspekten von Investments.
Etwa 50 Einsatzkräfte von Staatsanwaltschaft, Finanzaufsicht Bafin und Bundeskriminalamt (BKA) haben am Dienstag in Frankfurt den Zentralen der Deutschen Bank und von DWS einen Besuch abgestattet Foto: Arne Dedert/dpa
Rund 50 Personen seien an den Maßnahmen beteiligt. Wegen des Verdachts des Kapitalanlagebetrugs werde gegen bislang unbekannte Mitarbeiter und Verantwortliche der DWS ermittelt. Das Ermittlungsverfahren werde seit Mitte Januar 2022 geführt. Die Aktien der Deutschen Bank büßten bis zum Nachmittag 2,4 Prozent ein, DWS-Papiere fielen um 2,7 Prozent.