Finanzplatz
Vor zehn Jahren wurde das traditionelle Bankgeheimnis zu Grabe getragen
Nach der Finanz- und der europäischen Schuldenkrise (2008-2011) geriet das traditionelle Bankgeheimnis, wie es in Luxemburg, Österreich oder der Schweiz praktiziert wurde, immer heftiger unter Beschuss. Die großen Länder waren auf der Suche nach zusätzlichen Steuereinnahmen. Lange hatte sich Luxemburg gewehrt, doch 2013 gab es eine Wende. Auch hierzulande sollte es fortan nicht mehr möglich sein, Geld vor ausländischen Steuerbehörden zu verstecken. Wie hat sich die Branche der Privatbanken seitdem entwickelt? Ein Gespräch mit Pierre Etienne und Jerry Grbic vom Bankenverband ABBL.
Mitte 2013 wurde eine grundlegende Reform angekündigt: Kunden sollen in Luxemburg keine Gelder mehr vor ausländischen Steuerbehörden verstecken können. Am 1. Januar 2015 trat die Regelung dann in Kraft. Foto: Editpress/Christian Muller