Atomkonzern
Verstaatlichung von EDF kostet Frankreich 9,7 Milliarden Euro
Die französische Regierung lässt sich die Verstaatlichung des Energiekonzerns EDF fast zehn Milliarden Euro kosten. Der Staat will EDF mit der Übernahme der restlichen 16 Prozent für 9,7 Milliarden Euro stabilisieren und die Energieversorgung des Landes sichern. Das hochverschuldete Unternehmen ist Europas größter Betreiber von Atomkraftwerken.
Das Atomkraftwerk in Cattenom, nahe an der Grenze zu Luxemburg und Deutschland Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
EDF muss derzeit Strom im Ausland zu rekordhohen Preisen einkaufen, aber wegen der Preisbremse der Regierung billiger an seine Konkurrenten abgeben. Auch schon vor dem Krieg in der Ukraine waren Kernkraftwerke ungeplant ausgefallen, die Kosten für neue Atommeiler explodierten, die Fertigstellung verzögert sich.