Banken

UBS schluckt die Credit Suisse komplett – 3.000 Entlassungen allein in der Schweiz

UBS-Konzernchef Sergio Ermotti macht den bisher weitreichendsten Schritt seit der Notübernahme der Credit Suisse im März: Das Institut integriert auch das Schweizer Geschäft der kleineren Bank, die damit als eigenständiges Institut komplett verschwindet.

Der erste große digitale Bankensturm der Geschichte hatte die Schweizer Regierung im März zum Handeln gezwungen. Praktisch über Nacht orchestrierte sie eine Übernahme der Credit Suisse durch die UBS.

Der erste große digitale Bankensturm der Geschichte hatte die Schweizer Regierung im März zum Handeln gezwungen. Praktisch über Nacht orchestrierte sie eine Übernahme der Credit Suisse durch die UBS. Foto: AFP/Fabrice Coffrini

„Eine vollständige Integration ist für UBS, unsere Anspruchsgruppen und die Schweizer Wirtschaft die beste Lösung“, erklärte Ermotti. Politiker und die breite Schweizer Öffentlichkeit hatten auf eine Abspaltung der CS Schweiz etwa über einen Börsengang gehofft, um für Wettbewerb zu sorgen und ein Klumpenrisiko für das kleine Land zu vermeiden. Doch der Chef des weltweit zweitgrößten Vermögensverwalters für reiche Privatkunden denkt in anderen Dimensionen: „Mit dem erstmaligen Zusammenschluss von zwei global systemrelevanten Banken schreiben wir derzeit Geschichte“, so Ermotti in einer Mitteilung an die Mitarbeiter.

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