Budget-Analyse
Teure Schulden: Luxemburger Regierung gibt mehr Geld für Zinsen als für Wohnungen aus
Luxemburgs Staatsfinanzen entwickeln sich schlechter als noch vor einem Jahr erwartet. Vor allem beim Zentralstaat wird das Loch größer. Dass die Bilanz des Gesamtstaates trotzdem halbwegs stabil aussieht, liegt vor allem an erstaunlich optimistischen Prognosen für die Gemeinden.
Das Loch beim Zentralstaat wird immer größer Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Wie jedes Jahr hat Luxemburgs Finanzminister Gilles Roth am Mittwoch, neben dem vorgeschlagenen Budget für das kommende Jahr, auch neue Zahlen zur langfristigen Finanzplanung des Staates vorgelegt.
Vor allem beim Zentralstaat, den Ministerien, zeichnen die neuen Haushaltspläne bis 2030 dabei ein immer düsterer werdendes Bild: In den kommenden Jahren (2026 bis 2030) werden deutlich höhere Defizite erwartet, als noch in der letzten mehrjährigen Budgetplanung vorgesehen. Insgesamt sollen nun, Jahr für Jahr etwa zwei Milliarden Euro mehr ausgegeben werden, als es Einnahmen gibt. Im Vorjahr war erst ein Minus von rund 1,5 Milliarden pro Jahr geplant.