Statec

Nächste Indextranche könnte im zweiten Quartal 2026 anfallen

Luxemburger Haushalte profitieren von gesunkenen Energiepreisen und Schlussverkäufen. Die jährliche Inflation sinkt im Januar auf 1,3 Prozent. Und auch die nächste Indextranche könnte früher ausgelöst werden als erwartet.

Lebensmittelpreise steigen im Jahresvergleich um 2,7 Prozent, steigende Kosten für Verbraucher und Inflationstrend sichtbar

Die Preise für Lebensmittel sind im Jahresvergleich um 2,7 Prozent gestiegen Symbolfoto: Editpress/Julien Garroy

Die jährliche Inflationsrate ist in Luxemburg im Januar deutlich gesunken – von 3,1 auf 1,3 Prozent. Statec rechnet für den Rest des Jahres mit einer Inflationsrate von 1,8 Prozent, wie das Statistikamt am Montag in einem Presseschreiben mitteilt. Auch 2027 soll die Inflation auf diesem Niveau bleiben. Die nächsten Indextranchen dürften laut den Statistikern im zweiten Quartal 2026 anfallen – gefolgt von einer weiteren im dritten Quartal 2027.

Der Index fällt im Januar von 1036,63 auf 1035,63 Punkte. Die nächste Tranche wird bei 1038,79 Punkten ausgelöst. Die Gehälter in Luxemburg werden dann um 2,5 Prozent angehoben. Im November hatte Statec 2026 noch mit einer Inflation von 1,5 Prozent gerechnet – und die nächste Indextranche im dritten Quartal 2026 vorgesehen.

Die Inflation in Luxemburg dürfte sich laut Statec aus mehreren Gründen bis 2027 verlangsamen. Erstens rechnen die Statistiker damit, dass der staatliche Beitrag zu den Strompreisen dieses und nächstes Jahr zu einer dauerhaften Senkung der Tarife führt. Zweitens erwartet Statec, dass die Rohölpreise aufgrund eines globalen Überschusses weiter sinken.

Der Hauptgrund für die stark gefallene Inflation im Januar war vor allem der Strompreis (minus 10,5 Prozent). Dazu kamen Rückgänge bei den Erdölprodukten: Gas sank um 2,1 Prozent, Heizöl um 1,3 Prozent gegenüber Dezember 2025. Auch die Preise an den Tankstellen gingen mit 1,2 Prozent für Diesel und etwa 1,3 Prozent für Benzin leicht zurück. Im Jahresvergleich verzeichnen Erdölprodukte sogar einen Rückgang von 9,2 Prozent.

Winterschlussverkäufe lassen Preise purzeln

Die Preise für nicht energetische Industriegüter sanken im Januar deutlich – vor allem wegen der Winterschlussverkäufe. Kleidung und Schuhe fielen um 16,6 Prozent gegenüber Dezember und liegen weiterhin 3,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte, Schmuck, Uhren und Ausstattungsgegenstände für Personen und Haushalte wurden günstiger, wenn auch weniger stark. Diese Rückgänge dürften im Februar größtenteils wieder ausgeglichen werden. Preisanstiege gab es hingegen bei Zeitungen, Zeitschriften (+4,2 Prozent) sowie bei Spielen und Spielzeug (+2,4 Prozent) nach Ende der Weihnachtsaktionen.

Jährliche Inflationsrate Grafik mit Beiträgen zur Preissteigerung und wirtschaftlichen Entwicklung

Jährliche Inflationsrate und Beiträge Grafik: Statec

Die Kosten für Reisen gingen nach den Weihnachtsferien ebenfalls zurück: Flugtickets lagen 4,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Pauschalreisen stiegen dagegen um 11,8 Prozent. Typische Jahresbeginn-Anpassungen führten zudem zu höheren Preisen bei Museumseintritten (+4,6 Prozent), Sport- und Fitnessangeboten (+7,9 Prozent) sowie Fahrstunden (+4,6 Prozent).

Höhere Preise bei Lebensmitteln und Tabak

Bei den Lebensmitteln stiegen die Preise im Jahresvergleich um 2,7 Prozent. Besonders deutliche Anstiege verzeichnete Statec bei Fleisch (+5,1 Prozent), Schokolade (+13,8 Prozent), Kaffee (+13,9 Prozent) und Obst (+2,2 Prozent). Alkoholische Getränke blieben auf Jahressicht stabil, stiegen aber gegenüber Dezember um 3,1 Prozent, nachdem die Weihnachtsaktionen ausgelaufen waren. Tabakwarenpreise stiegen mit einem Plus von 10,3 Prozent im Jahresvergleich am stärksten. (les, dr)

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Luxairport

Dichter Nebel zwingt Luxair zur Umleitung mehrerer Flüge

Luxemburg

Super 95 wird am Samstag teurer