Luxemburg
Ministerium muss Meldung zu Russland-Sanktionen korrigieren – und bleibt missverständlich
Ganz schön verwirrend. Eine Meldung des Finanzministeriums über die Höhe der bisher im Rahmen der Sanktionen gegen Russland eingefrorenen Werte musste einen Tag später leicht korrigiert werden. In diesem Zuge fiel der Satz, um den es ging, aber umso mehr auf: Man könnte ihn nämlich so auffassen, dass das Luxemburger Geschäftsregister extrem emsig recherchiert hat – und dass bei fast allen Personen und Unternehmen, die überhaupt auf der EU-Sanktionsliste stehen, eine Verbindung zu Luxemburg besteht.
Die Kommunikation des Finanzministeriums zu den EU-Sanktionen war offensichtlich nicht stringent Foto: Editpress
Die Meldung hat am Dienstag (7.6.) nicht nur in Luxemburg Beachtung gefunden, sondern international: Wenn der für vielfältige Steueroptimierung bekannte Finanzplatz Luxemburg bekannt gibt, wie wirksam er die EU-Sanktionen gegen Russland umsetzt, ist das Interesse so groß wie die erwarteten Zahlen. Immerhin konnte Finanzministerin Yuriko Backes verkünden, dass stolze 4,3 Milliarden Euro, die bisher von sanktionierten Personen und Unternehmen besessen oder verwaltet wurden, eingefroren worden waren.