ING-Studie
Luxemburg an letzter Stelle bei Corona-Aufbaufonds
Der europäische Corona-Wiederaufbaufonds soll die von der Corona-Krise gebeutelte Wirtschaft der europäischen Staaten wieder auf Kurs bringen. Auch Luxemburg hat seinen Anteil in den Topf geworfen – wissend, dass das Land weniger von der Hilfe profitieren kann, als es selbst in den Fonds hineingesteckt hat. Die ING hat jetzt ausgerechnet, wo stattdessen die Gelder hingehen.
„Luxemburg ist bereit, mehr einzuzahlen, als wir herausbekommen“, verriet Finanzminister Pierre Gramegna der deutschen Zeitung „Die Welt“ Foto: Editpress-Archiv
Der Aufschrei in der Chamber am 10. Juli war groß. Empört haben sich Politiker des konservativen und des alternativ-demokratischen Lagers darüber aufgeregt, dass Luxemburg viel mehr in den Corona-Fonds einzahle, als es davon profitieren könne – und diese Information hätten sie erst aus einer ausländischen Zeitung erfahren. Die Aussage, die Minister Pierre Gramegna im Interview mit der deutschen Welt gab – „Luxemburg ist bereit, mehr einzuzahlen, als wir herausbekommen“ –, kam nicht so gut bei seinen Politikerkollegen an. Der gerechtfertigte Vorwurf der mangelnden Kommunikation des Finanzministers mit dem Parlament wurde aber zunehmend dazu genutzt, für mehr wirtschaftlichen Protektionismus zu plädieren. Doch wo sollen die 750 Milliarden Euro denn nun hin. Diese Frage hat sich die ING gestellt.