Gesellschaft
Luxemburg: Menschenrechte durch Lieferkettengesetz garantieren
Die Shoppingtour durch die Hauptstadt und eine Näherin in Bangladesch haben eines gemeinsam: Sie stehen für den Weg, den die Textilien von der ersten Naht bis zum Kleiderbügel im Geschäft nehmen. Über die Arbeitsbedingungen der Näherin tausende von Kilometern entfernt machen sich die wenigsten Gedanken. Das soll sich mit einem nationalen Lieferkettengesetz ändern.
Viele Kleider großer Textilmarken werden in China oder Bangladesch gefertigt. Die Arbeitsbedingungen sind katastrophal. Das Foto entstand bei einer Sensibilisierungskampagne auf der place d’Armes 2018. Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Über die Auslagen in den Geschäften geraten die Bedingungen, unter denen die Textilien produziert werden, aus den Augen. Dort, wo die schicken Jacken, Mäntel oder Blusen zusammengenäht werden, gehören Kinderarbeit, abbruchreife Fabriken, mangelnde Sicherheits- und soziale Standards oder Arbeitnehmerrechte zum Arbeitsalltag. Das sind Verletzungen der Menschenrechte. Nach China ist Bangladesch mit rund 5.000 Textilfabriken der zweitwichtigste Produzent von Kleidung weltweit.