Versorgungsengpass

Kommt auch in Luxemburg bald eine Rationierung des Sprits?

Die Preise für Diesel und Benzin brechen Rekorde. Während Frankreich Limits an der Zapfsäule einführt, meldet Luxemburg bislang keine Engpässe. Doch die Straße von Hormus bleibt gesperrt, die Versorgungssicherheit damit ungewiss.

Zapfhähne ohne Wasser in Frankreich – Luft statt Wasser, aktuelle Herausforderung für Wasserversorgung und Umwelt in Europa

Kommt bald nur noch Luft aus den Zapfhähnen? Was in Frankreich schon Realität ist, scheint in Luxemburg noch kein Problem zu sein. Foto: Editpress/Didier Sylvestre

Die Versorgungsengpässe erreichen Europa: In Frankreich meldet fast ein Fünftel der Tankstellen Versorgungsprobleme. Autofahrer dürfen vielerorts nur noch 30 Liter pro Fahrzeug tanken. Derweil bleibt die Lage in Luxemburg bislang entspannt. Das „Groupement énergies mobilité Luxembourg“ teilte laut RTL am Dienstagmorgen mit, es lägen keine Informationen über Engpässe im luxemburgischen Netz vor. Auch zwei große Heizöllieferanten bestätigten auf Nachfrage des Senders, ihre Kunden normal beliefern zu können — einer meldete sogar überfüllte Lager, weil viele Haushalte wegen der gestiegenen Preise weniger bestellen.

Wie lange das so bleibt, ist offen. Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, warnte zuletzt in einem Interview mit dem Figaro vor einem „dreifachen Schock“ bei Öl, Gas und Lebensmitteln. Die globale Energieversorgung sei „noch nie so gefährdet gewesen wie heute“, sagte Birol. Solange sich die Lage rund um die Straße von Hormus nicht normalisiere, werde der Druck anhalten.

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