Deal mit Trump

Für die Handelskammer und die Fedil hat die Zollübereinkunft einen „schlechten Beigeschmack“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen muss viel Kritik einstecken nach ihrem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im schottischen Golfresort Turnberry, bei dem es zwar eine Einigung gab, mit der das Risiko eines eskalierenden Handelskrieges zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten verhindert werden soll, der aber für ein deutliches Ungleichgewicht zugunsten der Amerikaner sorgt. Dazu Reaktionen aus Luxemburg.

Präsident Donald Trump trifft die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen in Turnberry, Schottland

Präsident Donald Trump trifft die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen in Turnberry, Schottland Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa

Die Stimmung ist gemischt bis schlecht. Von einem „Deal mit Schlagseite“ sprach der deutsche EU-Abgeordnete Bernd Lange, der Vorsitzende des Ausschusses für internationalen Handel im Europaparlament. Der Sozialdemokrat erklärte, die Zugeständnisse an die USA seien schwer zu ertragen. Während die Amerikaner 15 Prozent auf die meisten Importe aus der EU erheben, darunter Autos, Halbleiter und Pharmaprodukte, werden die US-Importe in die EU auf null gesetzt. Dies sei kein Meisterstück, sagte Lange. Auch die Linken und Grünen kritisieren das Einknicken von der Leyens als ein Handeln gegen europäische Interessen. Die Kommissionschefin hätte eine härtere Linie gegen Trump fahren müssen. Selbst aus den Reihen ihrer eigenen Partei, der EVP-Fraktion im Europaparlament, gab es Bedenken, auch wenn das Ergebnis eher „verkraftbar“ sei.

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