Wirtschaft

Firmenpleiten in Luxemburg: Weniger Insolvenzen im Bau, großer Anstieg im Handel

Die Zahl der Firmenpleiten ist in den ersten drei Monaten 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabil geblieben. Aber blickt man in die einzelnen Branchen, gibt es Verschiebungen.

Steigende Insolvenzen im Handel um 42 Prozent, wirtschaftliche Herausforderungen und Unternehmenskrisen sichtbar

Die Zahl der Insolvenzen steigt im Handel um 42 Prozent Symbolfoto: Editpress-Archiv/Julien Garroy

Die Zahl der Insolvenzen ist im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum ersten Quartal 2025 nahezu stabil geblieben. Das meldet das Statec am Freitag. 286 Firmen haben in den ersten drei Monaten dieses Jahres Insolvenz angemeldet. Im Vorjahreszeitraum waren es 288.

Den Arbeitsmarkt trifft das weniger hart als 2025: Nach ersten Schätzungen von Statec liegt die Zahl der potenziellen Arbeitsplatzverluste im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um mehr als 27 Prozent niedriger.

Weniger Pleiten im Bausektor

Gutes kann das Luxemburger Statistikamt über eines der großen Sorgenkinder der vergangenen Jahre berichten: In der Baubranche hat sich die Lage im ersten Quartal 2026 entspannt, was die Firmenpleiten angeht. Zumindest etwas: Insgesamt haben 45 Unternehmen zwischen Januar und Mär 2026 Insolvenz angemeldet, fünf weniger als im Vorjahreszeitraum. Was die potenziellen Verluste an Arbeitsplätzen angeht, ist das aber ein Minus von immerhin zwölf Prozent.

Anders sieht es im Handel aus. Hier stieg die Zahl der Insolvenzen gegenüber dem ersten Quartal 2025 um fast 42 Prozent, wie Statec berichtet. Insgesamt gingen 51 Betriebe pleite. Bei Jobs sieht es noch ärger aus: Das entspricht einer „fast doppelten Zahl an Verlusten von Arbeitsplätzen“, schreibt Statec – 93 Prozent mehr als im Vorjahr.

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