Gestiegene Inflation

Europäische Zentralbank hebt Leitzinsen erstmals seit 2023 wieder an

Die EZB hebt den für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzinssatz um 0,25 Punkte von 2,0 auf nun 2,25 Prozent. Es ist die erste Erhöhung seit September 2023.

Dunkle Wolken über Frankfurt Skyline mit EZB, stimmungsvolles Wetter und Stadtbild am Mainufer

Dunkle Wolken ziehen über die Bankenskyline von Frankfurt am Main und die EZB hinweg Foto: Boris Roessler/dpa

Angesichts der durch den Iran-Krieg deutlich gestiegenen Inflation im Euroraum hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinssätze angehoben. Wie die EZB am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte, steigt der Einlagenzinssatz um 0,25 Punkte von 2,0 auf nun 2,25 Prozent. Es ist die erste Zinserhöhung der EZB seit September 2023.

Auch Refinanzierungssätze steigen

Neben dem für Sparer wichtigen Einlagenzinssatz werden auch die beiden anderen Leitzinssätze der EZB angehoben. Der Hauptrefinanzierungssatz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld von der EZB leihen können, liegt nach zuvor 2,15 Prozent nun bei 2,40 Prozent, wie die EZB weiter mitteilte. Der Spitzenrefinanzierungssatz zur kurzfristigen Beschaffung von Geld bei der Zentralbank steigt ebenfalls um 0,25 Punkte auf 2,65 Prozent.

Die Zinsentscheidung war im Vorfeld von Analysten erwartet worden. Grund dafür sind vor allem die gestiegenen Verbraucherpreise in der Eurozone. Im Mai hatte die Inflationsrate laut einer ersten Schätzung des EU-Statistikamts Eurostat 3,2 Prozent erreicht – deutlich mehr als das Zwei-Prozent-Ziel der EZB.

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