Geldpolitik
EZB lässt trotz nachlassender Pandemie Geldschleusen weit offen
Die Europäische Zentralbank (EZB) hält trotz einer sich abschwächenden Pandemie und steigender Inflationszahlen an ihren umfangreichen Konjunkturhilfen für die Wirtschaft fest.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde nimmt, trotz steigender Inflationsrate, bei Anleihekäufen den Fuß nicht vom Gas Foto: AFP/Daniel Roland
Die Euro-Wächter um Notenbank-Präsidentin Christine Lagarde beschlossen am Donnerstag, dass die Ankäufe im Rahmen ihres billionenschweren Krisen-Anleihekaufprogramms PEPP auch während des nächsten Quartals deutlich umfangreicher ausfallen sollen als in den Anfangsmonaten des Jahres. Die EZB hatte das Kauf-Tempo im zweiten Jahresviertel im Vergleich zum Jahresstart kräftig erhöht. Damit will sie vermeiden, dass sich die Finanzierungsbedingungen für Firmen, Staaten und Privathaushalte verschärfen. Denn das könnte die Erholung der Wirtschaft von den Pandemie-Folgen gefährden.