Luxemburger Staatsfinanzen
Die Besteuerung einer einzelnen Erbschaft rettet die Halbjahresbilanz
Nach einem schlechten Jahr 2025 und einem schwachen Jahresbeginn 2026 haben sich die luxemburgischen Staatsfinanzen zwischenzeitlich scheinbar verbessert. Doch der Eindruck täuscht. Die Lage bleibt angespannt.
Die Steuern auf einer hohen Erbschaftssumme verschaffen dem Finanzministerium etwas Luft – die Lage bleibt aber angespannt Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Im Gegensatz zu den ersten drei Monaten des Jahres, als die Ausgaben mit 8,6 Prozent fast doppelt so schnell gestiegen sind wie die Einnahmen, liest sich die Pressemitteilung des Finanzministeriums zur rezenteren Entwicklung des Staatshaushaltes deutlich optimistischer: „Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 weisen die Staatseinnahmen eine besonders robuste Entwicklung auf“, so das Ministerium.
Auch der erste Blick in die Zahlentabellen deutet auf eine Verbesserung hin. Es liest sich, als befänden sich die Zahlen im Gleichgewicht. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sind die Einnahmen des Zentralstaates in den ersten sechs Monaten des Jahres um neun Prozent gestiegen. Die Ausgaben haben derweil um 8,9 Prozent zugelegt.