Finanzplatz

Das „Fenster nach Russland“ soll verkauft werden

Als Folge von Ukraine-Krieg und Sanktionen steht das einstige Vorzeigeunternehmen der russisch-luxemburgischen Beziehungen mittlerweile zum Verkauf. Es ist ein Kreditinstitut, das sich zusammen mit Veränderungen in der Weltpolitik bereits öfter wieder neu erfinden musste.

Der Sitz der EWUB in Luxemburg-Stadt

Der Sitz der EWUB in Luxemburg-Stadt Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Die East-West United Bank (EWUB) ist eine Bank mit Geschichte. Sie ist seit 1974 in Luxemburg vertreten. Damals, als es die Sowjetunion noch gab, wurde in Moskau entschieden, hierzulande ein Finanzinstitut zu gründen, um den Handel der staatlichen Unternehmen mit dem Westen zu unterstützen. Die EWUB war eine von mehreren solcher Staatsbanken, die die Sowjetunion in Frankfurt, London, Paris und eben auch in Luxemburg gegründet hatte. Sie funktionierte nach den kapitalistischen Regeln Luxemburgs und hatte zum Ziel, die Import- und Exportaktivitäten von den sowjetischen Staatsbetrieben zu finanzieren. Dazu zählte unter anderem das Tätigen von Devisentransaktionen.

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