EU-Binnenmarkt
Brüssel verspricht Luxemburg Unterstützung beim Abbau von Handelshürden
In einer Welt, in der Wirtschaftsinteressen zunehmend mit Ellbogen durchgesetzt werden, war am Freitag ein hoher Vertreter der EU-Kommission zu Gast in Luxemburg. Das übergeordnete gemeinsame Ziel der Gespräche: die europäische Industrie wettbewerbsfähiger machen. In einem speziellen Punkt, bei dem Luxemburg bereits seit Jahren auf den Abbau von Hürden innerhalb des EU-Binnenmarktes hofft, verspricht er Hilfe.
Stéphane Séjourné und Lex Delles Foto: Editpress/Hervé Montaigu
„Der internationale Wettbewerb ist hart“, unterstrich Stéphane Séjourné, Exekutiv-Vizepräsident der Europäischen Kommission für den Bereich Industrie, am Freitag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Luxemburgs Wirtschaftsminister Lex Delles. „Wir müssen jetzt schnell handeln.“
Der Binnenmarkt mit seinen 450 Millionen Verbrauchern sei nach wie vor Europas größte Stärke – bleibe aber weiterhin zu fragmentiert, um sein volles Potenzial zu entfalten, so der Gast aus Brüssel. Zur Sprache in den Gesprächen mit Delles kamen auch die sogenannten „terrible ten“, die zehn größten Hindernisse für den grenzüberschreitenden Handel innerhalb der EU. Würden diese beseitigt, läge das europäische Bruttoinlandsprodukt Berechnungen zufolge um drei Prozent höher.