Finanzen

Bei einer hohen Inflationsrate gibt es nicht nur Verlierer

Hohe Inflationsraten sind für die Verbraucher und für Unternehmer eine Qual. Aus Sicht von Regierungen ist die Lage jedoch nicht so eindeutig: Mit höheren Preisen steigen ganz automatisch auch die Steuereinnahmen. Gleichzeitig drückt eine hohe Inflationsrate die nationalen Verschuldungsquoten nach unten.

Während einer Inflation verlieren Schulden genauso an Wert wie das Geld selber

Während einer Inflation verlieren Schulden genauso an Wert wie das Geld selber Foto: Reuters/Clodagh Kilcoyne

Dass eine hohe Inflationsrate (Preise, die schnell steigen) schlecht für die Wirtschaft ist, ist unumstritten. Um mit den Schwierigkeiten für Unternehmen zu beginnen: Im Normalfall sind steigende Preise ein Hinweis darauf, dass es für das betreffende Produkt eine hohe Nachfrage gibt. Der Unternehmer kann dann investieren und seine Produktion ausbauen. In Zeiten einer hohen Inflationsrate ist das jedoch nicht mehr der Fall: Wegen der Ungewissheit und der Unsicherheit wird der Unternehmer daher vorsichtig bleiben und eher nicht investieren. Das ist schlecht für das Wachstum der Betriebe – und somit auch für den Wohlstand des betreffenden Landes.

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