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Auch DBRS Morningstar erneuert Luxemburgs „AAA“-Rating

In Sachen Kreditwürdigkeit bleibt Luxemburg weiterhin ein Musterschüler. Zu diesem Schluss kommt DBRS Morningstar. Auch die US-amerikanische Ratingagentur hat nun die „AAA“-Wertung des Großherzogtums erneuert.

Die Ratingagentur DBRS Morningstar begründet ihre Topwertung unter anderem mit den soliden öffentlichen Finanzen des Landes

Die Ratingagentur DBRS Morningstar begründet ihre Topwertung unter anderem mit den soliden öffentlichen Finanzen des Landes Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Die Ratingagentur DBRS Morningstar gibt Luxemburg das „AAA“-Kreditrating – und schließt sich damit der Ratingagentur Fitch an. „Das Rating resultiert für die Agentur aus den soliden öffentlichen Finanzen Luxemburgs trotz des schwierigen Umfelds, einer wettbewerbsfähigen und prosperierenden Wirtschaft und stabilen politischen Institutionen“, schreibt das Finanzministerium am Samstagmorgen in einer Pressemitteilung.

Trotzdem: Die Agentur stelle fest, dass sich die kurzfristigen Aussichten für die luxemburgische Wirtschaft durch die russische Invasion in der Ukraine abgeschwächt haben. Dies spiegele sich insbesondere in einer Abwärtskorrektur der Wachstumsprognose für 2022 auf 2,6 Prozent statt der zuvor prognostizierten 3,9 Prozent wider. Die Wachstumsprognose werde von 2,9 Prozent auf 2,1 Prozent für 2023 nach unten korrigiert. Und: Eine längere Unterbrechung der russischen Gaslieferungen erhöhe laut Agentur das Risiko einer Verschlechterung der Luxemburger Wirtschaftslage weiter.

DBRS schätze außerdem, dass die Maßnahmenpakete des „Energiedësch“ und „Solidaritéitspak“ in Höhe von 1,1 Prozent des BIP zu einem Anstieg des Defizits auf gesamtstaatlicher Ebene auf 0,7 Prozent des BIP im Jahr 2022 und auf 0,4 Prozent im Jahr 2023 führen werden. Trotz schwieriger internationaler Finanzlage sei die Agentur allerdings nach wie vor davon überzeugt, dass „die luxemburgische Wirtschaft über große Stärken verfügt, um möglichen weiteren Schocks standzuhalten“, so das Finanzministerium.

Das erneute „AAA“-Rating ist laut Luxemburgs Finanzministerin Yuriko Backes (DP) eine beruhigende Nachricht in dem derzeit höchst unsicheren makroökonomischen Umfeld. „Das Rating zeigt, dass die Regierung eine verantwortungsvolle Haushaltspolitik betreibt und Maßnahmen ergreift, um die Widerstandsfähigkeit unserer Wirtschaft zu stärken“, sagt Backes. Das Großherzogtum stehe in den kommenden Monaten vor großen Herausforderungen. Sie sei hingegen zuversichtlich, dass der Entwurf des Staatshaushalts für das Jahr 2023 ein „angemessenes Gleichgewicht zwischen der Beibehaltung eines soliden Haushaltspfades und gezielten Maßnahmen zugunsten derjenigen, die es am nötigsten haben“, widerspiegeln werde.

Ein Kreditbericht der Ratingagentur S&P über Luxemburg, der ebenfalls am 29. Juli 2022 veröffentlicht wurde, enthält laut Finanzministerium eine vergleichbare Analyse.

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