Hesperingen
Vorwurf des Menschenhandels beim Swift: Die Justiz ermittelt
Menschenhandel im nationalen Fußballgeschäft. Es ist eine scharfe, gravierende Anschuldigung, mit der sich die Luxemburger Justiz derzeit beschäftigt. Was die Klage gegen den Swift Hesperingen bedeutet: der Überblick.
Es wäre der erste Fall von Menschenhandel im Luxemburger Sport Foto: Editpress/Gerry Schmit
„Menschenhandel beim Swift?“, titelte Le Quotidien am Donnerstag. Die Justiz hatte den Kollegen bestätigt, dass „Anzeige wegen Menschenhandels erstattet wurde und derzeit ein Ermittlungsverfahren läuft“.
Solche Schlagzeilen kennt man eigentlich nur aus dem Ausland. Le Monde hatte bereits 2018 mit dem Journalisten und Autor Christophe Gleizes über ein anhaltendes Phänomen gesprochen: Junge Afrikaner träumen von der großen Karriere in Europa, werden mit falschen Behauptungen von angeblichen Agenten angelockt und statt auf dem Fußballplatz landen sie in den schlimmsten Fällen durch kriminelle Netzwerke im Bereich der Prostitution oder des Drogenhandels.