Kegelspiel

Von Luxemburg nach Osaka: Kleine Kulturgeschichte einer Nationalsportart

Auf der Weltausstellung in Osaka verkauft die Regierung Luxemburg nostalgisch als Keglernation. Lange Zeit gehörte das Großherzogtum tatsächlich zu den erfolgreichsten Nationen in einer bestimmten Sparte des Kegelsports, auch im Freizeitbereich war das Spiel überaus populär. Seit einigen Jahren geht das Interesse am Kegeln jedoch stark zurück. 

Bei einem Einzelturnier vergangene Woche im nationalen Kegelsportzentrum in Petingen

Bei einem Einzelturnier vergangene Woche im nationalen Kegelsportzentrum in Petingen Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Während seiner Japan-Reise vorvergangene Woche spielte Außenminister Xavier Bettel (DP) „eng Partie Keelen“. Mit dem delegierten französischen Außenminister Laurent Saint-Martin und der Präsidentin des Schweizer Nationalrates, Maja Riniker, ließ er sich vor der Bahn ablichten. CSV-Premierminister Luc Frieden flog am Dienstag nach Japan. Auch er warf wohl „eng Klatz“ (was bis Redaktionsschluss nicht dokumentiert war). In Japan ist das amerikanische Bowling verbreiteter als das europäische Kegelspiel. Die „exotische“ Scherenbahn, auf der Xavier Bettel kegelte, steht in Osaka und gehört zum Luxemburger Pavillon auf der Weltausstellung, die vor zwei Wochen offiziell eröffnet wurde. Der Pavillon, für den die luxemburgische Regierung 30 Millionen Euro bereitgestellt hat, solle „eis Wäerter a Stäerkten als oppent Land“ unterstreichen, sagte André Hansen, Generalkommissar und Präsident des Pavillons, vor zwei Wochen dem Radio 100,7.

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