Leichtathletik
Victoria Rausch wird bei ihrer WM-Premiere 40.
Victoria Rausch hat bei ihrer WM-Premiere über 60 m Hürden in 8,18 Sekunden den 40. Platz belegt. Nach einer schweren Zeit blickte sie zufrieden auf ihren ersten Auftritt auf der Weltbühne zurück.
Victoria Rausch (3.v.r.) startete neben Titelverteidigerin Devynne Charlton (4.v.r.) Foto: AFP/Wojtek Radwanski
„Um eine Runde weiterzukommen, wird vermutlich eine neue Bestzeit nötig sein.“ Victoria Rausch hatte es im Vorfeld geahnt. Die Halbfinaltickets über 60 Meter Hürden wurden am Sonntag ab 8,03 Sekunden vergeben. Rauschs Landesrekord liegt bei 8,08 Sekunden, bei ihrer WM-Premiere lief sie in ihrem Vorlauf, gleich neben Titelverteidigerin Devynne Charlton (Bahamas), aber eine Zeit von 8,18 Sekunden. Es war ein solider Lauf, doch damit verpasste sie als Siebte den Sprung in die nächste Runde.
„Ich habe mich während des Rennens eigentlich gut gefühlt, deswegen bin ich ein bisschen überrascht, dass es nur eine 8,18 ist“, sagte sie kurz nach dem Rennen in der Mixed-Zone. „Viel mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen, ich habe keinen Fehler gemacht.“
Auch ein Fehlstart in ihrem Vorlauf brachte sie nicht aus der Ruhe. „Ich war überrascht, dass wir zurückgeschossen wurden. Wir haben danach aber alle die Grüne Karte gezeigt bekommen, wahrscheinlich war es ein technisches Problem“, so die 29-Jährige, die in der Vorbereitung krank war. Dadurch verpasste sie auch die Landesmeisterschaften vor drei Wochen. „Ich vermute, dass ich mich davon einfach noch nicht so gut erholt habe.“
„Rennen für Rennen“
Auch wenn sie gerne eine schnellere Zeit gelaufen wäre, blickte Rausch zufrieden auf ihre erste WM-Erfahrung zurück. „Vor meiner Verletzung habe ich mir immer viel Druck gemacht, zu welchem Wettbewerb ich muss und welche Zeit ich laufen muss. Ich habe dann auch immer geweint, wenn ich schlecht gelaufen bin. Das bringt mich nicht weiter und macht mich auch nicht glücklich.“
2024 war sie bei einem Rennen in Jerusalem gegen eine Hürde geprallt und zog sich dabei am Absprungfuß nicht nur einen Bänderriss, sondern auch einen Knochenriss und einen Knorpelschaden zu. „Die Wahrscheinlichkeit, dass ich danach wieder rennen kann, war ziemlich klein. Deswegen bin ich jetzt einfach froh, dass ich es noch machen kann. Es ist natürlich schade, dass ich heute nicht schneller gelaufen bin – aber die Welt geht dadurch nicht unter.“ In der Endabrechnung belegte sie mit ihrer Zeit von 8,18 Sekunden den 40. Platz über 60 m Hürden.
Rausch beendete damit am Sonntag nicht nur aus luxemburgischer Sicht die Hallen-Weltmeisterschaft in Torun, sondern auch ihre Wintersaison. „Ich werde jetzt erst mal Urlaub machen, mein Körper braucht eine Pause.“ Über Ziele für den Sommer wollte sie noch nicht sprechen. „Wahrscheinlich die EM, aber das ist à voir. So weit will ich nicht gucken, ich nehme Rennen für Rennen.“