Reitsport

Victor Bettendorf siegt vor den Pyramiden in Kairo

Victor Bettendorf hat nicht nur am Donnerstag das Einzelspringen in Kairo gewonnen, sondern auch das CSI 5*-Hauptspringen am Freitag. Der Luxemburger setzte sich knapp vor dem Belgier Thibeau Spits durch.

Victor Bettendorf gewann am vergangenen Freitag das Hauptspringen in Kairo

Victor Bettendorf gewann am vergangenen Freitag das Hauptspringen in Kairo Foto: LGCT/Stefano Grasso

Die prestigeträchtige Longines Global Champions Tour fügte dieses Jahr in Kairo eine 14. Etappe als vorletzten Stopp zu ihrer weltweiten Tour hinzu. Nachdem Victor Bettendorf bereits u.a. im Mai den Rolex Grand Prix vor Schloss Windsor gewonnen hatte, fand er nun: „Wir reisen mit unseren Pferden in die vier Ecken der Erde und haben das Glück, Wettkämpfe an unglaublichen Orten bestreiten zu dürfen. Aber hier, das ist noch einmal ganz besonders. Hier zu sein, vor den Pyramiden zu reiten, das ist ein wirklicher Traum. Es ist ein sehr besonderer Ort, und hier zu gewinnen macht diesen Moment noch außergewöhnlicher.“

Der 36‑jährige Springreiter zeigte sich mit seinen besten Pferden allerdings wenig eingeschüchtert von den monumentalen Bauwerken, denn am Donnerstag begann er den ersten Wettkampftag bereits mit einem Sieg im ersten Einzelspringen. Auf dem auch schon in London siegreichen Qwando van de Rispen war er in 72‘‘16 Sekunden deutlich schneller als die Deutsche Sophie Hinners in 73‘‘79 auf Iron Dames Kaleni Jo und kassierte 27.500 Euro Siegprämie.

Top vier eng beieinander

Im CSI 5*-Hauptspringen am Freitag über 170.000 Euro erreichten fünf der 34 Paare fehlerfrei das Stechen. Der Ire Denis Lynch wollte als erster Starter eine schnelle Zeit vorlegen, aber kassierte vier Strafpunkte. Auf seiner zwölfjährigen französischen Stute Encore Toi du Linon hatte Victor Bettendorf erst vor einem Monat den 5*-Grand-Prix im Polo Club Saint-Tropez gewonnen und blieb auch hier in 38“37 Sekunden fehlerfrei. Auch der Deutsche Daniel Deusser nahm auf Pepitas van T Meulenhof viel Risiko und überquerte die Linie in 38“78. Danach wusste der Belgier Thibeau Spits, wie schnell er auf King von Essene für die 42.500 Euro Siegprämie sein musste, und scheiterte in 38“44 nur um winzige sieben Hundertstel.

Als letzter Starter blieb auch der Ire Cian O’Connor in 38“93 unter 39 Sekunden und mit den vier fehlerfreien Ersten innerhalb von 56 Hundertsteln war dieses Hauptspringen ungewöhnlich knapp. Allerdings erklärte Victor Bettendorf im Siegerinterview: „Meine Stute war absolut unglaublich heute Abend. Ich reite gerne schnell, ich glaube, das weiß mittlerweile jeder, aber heute habe ich entschieden, am Anfang des Stechens etwas vorsichtiger zu sein. Ich fand, dass einem dort leicht ein Fehler unterläuft. Ich nahm mir also die nötige Zeit, bevor ich nach der Kombination und bis zum letzten Hindernis wieder mehr Risiko ging.“

Bettendorf gibt am Samstag auf

Im samstäglichen Hauptspringen über eine Million Euro setzte sich der Belgier Pieter Devos in einem Stechen von zwölf Reitern durch. Nachdem er bereits in der ersten Runde über 1,60 Meter Fehlerpunkte kassiert hatte, gab Victor Bettendorf auf Qwando van de Rispen vorzeitig auf. Damit liegt der luxemburgische Vorzeigereiter vor der letzten Runde nächste Woche im marokkanischen Rabat mit 141 Punkten und 358.568 Euro Preisgeld auf dem 18. Rang der Longines Global Champions Tour. Das große Finale Ende November in Riad, das er 2024 noch auf dem anschließend verkauften Foxy de la Roque gewinnen konnte, wurde wegen des Krieges im Nahen Osten von Saudi-Arabien ins italienische Verona verlegt.

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