In Spanien

Triathlon-Weltmeisterschaft: Sebastian Ziekman sprintet in die Top 10

Mit einer weiteren Topplatzierung verabschiedet sich Sebastian Ziekman in die Pause: Bei der Weltmeisterschaft im spanischen Pontevedra wurde der Luxemburger Europameister diesmal Neunter bei den Junioren. Während Emile Vanolst auf Platz 30 landete, hatte Linda Krombach erneut Pech auf dem Rad.

Sebastian Ziekman mischte bei der Junioren-Elite vorne mit

Sebastian Ziekman mischte bei der Junioren-Elite vorne mit Foto: FLTri

Nach seinem EM-Titel Ende Juli stellte sich die Frage: Kann Sebastian Ziekman auch bei der WM nachlegen? Der Luxemburger, der Ende Juli in Polen den kontinentalen Titel holte, wurde nicht umsonst in Pontevedra zum engsten Favoritenkreis gezählt.

Der spanische Parcours führte die Teilnehmer zunächst über 750 Meter durch den Fluss Lérez. Es folgte eine fünf Kilometer lange Schleife auf dem Rad, die viermal zu bewältigen war. Zum Schluss ging es über fünf Kilometer zu Fuß durch die Altstadt, mit vielen Kurven und einem Anstieg gleich zu Beginn der Strecke.

In den sozialen Medien hatte Ziekman seine „Follower“ aufgefordert, Luxemburg im Chatverlauf der Liveübertragung würdig zu vertreten – und das taten sie auch. Allerdings erschien sein Name nicht auf der Liste der Ersten, die aus dem Wasser gestiegen waren. Ziekman hatte nach dem Schwimmen einen Rückstand von über einer halben Minute auf den Führenden. Doch der FLTri-Athlet machte auf dem Rad schnell Boden gut. Der Rückstand wurde immer kleiner, auf dem Radparcours wurde er zwischenzeitlich als 18. mit nur noch elf Sekunden auf den neuen Leader Jelle Kaindl (AUT) geführt.

Seine Topleistung auf dem Rad ermöglichte es ihm, die Spitzengruppe zur Hälfte des Rennens gemeinsam mit etlichen Konkurrenten einzuholen. In der großen Gruppe ging es zu diesem Zeitpunkt weniger um die genaue Platzierung als um eine möglichst gute Ausgangsposition und Kräfteeinteilung für den abschließenden 5-km-Lauf. Als 31. mit 18 Sekunden Rückstand begab sich der Triathlet auf den letzten Abschnitt – also die Disziplin, auf der er bereits bei der EM den Unterschied gemacht hatte.

17 Athleten hatten unter zehn Sekunden Rückstand. Darunter auch Ziekman, der von Beginn an ein hohes Tempo anschlug. „Seb is back“, freute man sich im Chat. Tatsächlich hatte der Luxemburger 2,5 Kilometer vor dem Ziel Sichtkontakt zum Leader. Am Ende reichten die Beine und die Zeit aber nicht mehr für den ganz großen Coup. Mit Platz neun bei der WM hat die FLTri allerdings wieder einen Grund zum Feiern. Ebenso hervorzuheben ist Platz 30 von Emile Vanolst in dem starken Teilnehmerfeld.

Das verflixte Rad

Bei den Juniorinnen gab es dagegen eine Enttäuschung – denn dort hatte Linda Krombach Pech. Anders kann man das Rennen der ambitionierten Triathletin nicht beschreiben. Während die ungarische Favoritin Fanni Szalai ihrer Rolle ab 10.15 Uhr sofort in atemberaubender Manier gerecht wurde – und nach 750 Metern mit über 30 Sekunden Vorsprung aus dem Wasser in Pontevedra stieg –, hatte die luxemburgische Juniorin ein starkes Tempo hingelegt und als Vierte nicht nur früh aus der Wechselzone rausgefunden und die erste Verfolgergruppe erwischt, sondern zu diesem Zeitpunkt auch realistische Chancen auf eine Medaille.

Doch wie 2025 im australischen Wollongong kam es auf der Radstrecke erneut zu einem fatalen Sturz, der alle Hoffnungen zerstörte. In Spanien krachten mehrere Verfolgerinnen auf der zweiten Runde in einem Kreisverkehr ineinander. Krombach, die vor wenigen Wochen EM-Fünfte geworden war, wurde aufgehalten und musste zusehen, wie die Verfolgergruppe davoneilte. Zurück auf dem Rad, hatte sie als 17. zwischenzeitlich einen Rückstand von 1:07 Minuten auf die Führende. Sie landete am Ende auf Platz 15.

Highlight am Wochenende

Das Triathlon-Spektakel in Spanien geht am Freitag mit den Rennen der U23 weiter. Théo Marti und Aurélien Carre sind gemeldet. Für das Aushängeschild des Verbandes, Jeanne Lehair, steht am Samstagabend das Finale der WTCS auf dem Programm. Zum Abschluss der langen Woche startet Lucas Cambresy am Sonntag bei der Elite der Männer.

Im Überblick

Triathlon-Weltmeisterschaft in Pontevedra (ESP):
Am Donnerstag:
Juniorinnen: 1. Fanni Szalai (HUN) in 59:21 Minuten, 15. Linda Krombach (L) auf 2:57 Minuten
Junioren: 1. Thibault Rivier (SUI) in 54:05 Minuten, 9. Sebastian Ziekman (L) auf 0:37 Minuten, 30. Emile Vanolst (L) 1:46
Am Freitag ab 18.35 Uhr:
U23 Herren mit Théo Marti und Aurélien Carre
Am Samstag ab 18.00 Uhr:
Elite Damen mit Jeanne Lehair und Eva Daniels, Finale der WTCS
Am Sonntag ab 18.00 Uhr:
Elite Herren mit Lucas Cambresy

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