WM
Tränen, Trauer, Schmerz: Mexikos Reise endet im Azteca
Die Festung Azteca fällt, Mexiko versinkt nach dem Aus bei der Heim-WM in Trauer. Nun soll eine Nationallegende zum Neuanfang verhelfen.
Bittere Enttäuschung: Gegen England verlor Mexiko erstmals seit 2013 ein Spiel im Aztekenstadion Foto: AFP/Ulises Ruiz
Torhüter-Ikone Guillermo Ochoa stand einsam auf dem grünen Rasen, rieb sich durch die tränenverschmierten Augen und presste dann die Hand auf seine Brust, als wolle er sein Herz davor bewahren, auseinanderzubrechen. Um ihn herum lagen sich seine traurigen Teamkameraden in den Armen, und auch auf den Rängen der zerbröckelten Festung „Azteca“ herrschte tiefer Kummer.
Ein ganzes Land hatte vom Einzug ins Viertelfinale geträumt, sich in den schönsten Illusionen gar schon Jubelbilder mit dem Goldpokal ausgemalt. Doch ausgerechnet in der heiligen Stätte des mexikanischen Fußballs fand die hoffnungsvolle Reise bei der Heim-WM ein jähes Ende. Erstmals seit 2013 unterlag Mexiko im Aztekenstadion, zum ersten Mal überhaupt ging dort ein WM-Spiel verloren. Nach dem bitteren 2:3 gegen England im Achtelfinale in Mexiko-Stadt steht El Tri vor einem Neuanfang.